Was ist für Hegel ein »teleologisches Objekt«? Maximilian Scholz legt dar, dass das Teleologie-Kapitel der »Wissenschaft der Logik« Hegels Theorie äußerer Zweckmäßigkeit enthält, in der das Paradigma teleologischer Objektivität beschrieben wird. Demnach ist ein teleologisches Objekt ein Gesamtzusammenhang bestehend aus den Momenten (i) ›subjektiver Zweck‹, (ii) ›Mittel‹ und (iii) ›ausgeführter Zweck‹, deren Beziehung zueinander durch einen Zweckbegriff ausgedrückt wird. Das Teleologie-Kapitel beschreibt die logischen Operationen, die zur Bildung eines zweckmäßigen Verhältnisses zwischen verschiedenen Elementen vollzogen werden müssen. Konstitutiv für einen solchen Zusammenhang ist laut der Idealisierungsthese des Autors (1) die Negation abstrakter Selbstständigkeit und (2) die Setzung ideeller Gegenständlichkeit. Unter Rückgriff auf die Realphilosophie zeigt Scholz, dass unter anderem »Ernährung« mit ihren drei Momenten (i) ›Hunger‹, (ii) ›Nahrungsmittel‹ und (iii) ›Verdauungsprozess‹ als ein solches Objekt verstanden werden kann.
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Autor*in:
Reihe:
Band 78 in Hegel-Studien, BeihefteSprache:
Deutsch
Format:

Ist systematische Philosophie möglich? : Stuttgarter Hegel-Kongreß 1975

Kunsterfahrung und Kulturpolitik im Berlin Hegels

Hegels Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte

Martin Heideggers Gang durch Hegels »Phänomenologie des Geistes«
Annette Sell

Verfassung und Revolution
Elisabeth Weisser-Lohmann

Hegels enzyklopädischer Begriff von Selbstbewusstsein
Christof Schalhorn

Hegels »Phänomenologie« als metaphilosophische Theorie
Brendan Theunissen

Abstrakte Freiheit : Zum Begriff des Eigentums bei Hegel
Amir Mohseni

Kognition, Praxis und Aktivität : Die logische Isomorphie des Denkens und des Wirklichen in Hegels »Begriffslogik«
Han Wang

Schätze, an den Himmel verschleudert : Religion und Religionskritik bei Max Stirner
David Borgardts

Denken in Zwecken : Bedeutung und Status der Teleologie in der theoretischen Philosophie Kants und Hegels
Karen Koch

Individualität und Kunst : Zum Problem ihrer normativen Bestimmung in Hegels »Phänomenologie des Geistes«
Carolyn Iselt
