In Der Kreis der Null entwirft Stanley G. Weinbaum eine wissenschaftlich grundierte Abenteuergeschichte, in der Spekulation und Präzision eng ineinandergreifen.Stanley G. Weinbaums "Der Kreis der Null" ist eine faszinierende Science-Fiction-Erzählung über Zeit, Zufall und die Möglichkeit, in die eigene Vergangenheit und Zukunft zu blicken. Die postum veröffentlichte Geschichte gehört zu Weinbaums letzten Werken und verbindet ein ungewöhnliches wissenschaftliches Gedankenexperiment mit einer spannenden persönlichen Geschichte.
Im Mittelpunkt steht Jack Anders, ein junger Mann, der nach dem Börsencrash von 1929 sein Vermögen verloren hat. Auch sein ehemaliger Professor Aurore de Néant, ein eigenwilliger Psychologe und überzeugter Theoretiker, steht vor dem finanziellen Ruin. De Néant entwickelt eine verblüffende Theorie: Wenn die Zeit unendlich ist, müssen nach dem Gesetz des Zufalls alle möglichen Ereignisse irgendwann wieder eintreten. Demnach könnte es in einer unvorstellbar weit zurückliegenden Vergangenheit bereits einen anderen Jack Anders gegeben haben – mit demselben Leben und denselben Erfahrungen. Gemeinsam mit seiner Tochter Yvonne, zu der Jack eine enge Beziehung hat, wird der Professor Teil eines gefährlichen Experiments, das durch Hypnose einen Blick in vergangene Zyklen der Zeit ermöglichen soll.
Was Jack dabei erlebt, lässt zunehmend offen, wo wissenschaftliche Erkenntnis endet und Wahn, Suggestion oder tatsächliche Vorahnung beginnen. Die Aussicht, aus der Struktur der Zeit sogar zukünftige Ereignisse ableiten zu können, verbindet sich mit der Hoffnung, das verlorene Vermögen zurückzugewinnen.
"Der Kreis der Null" zeigt Weinbaums besondere Fähigkeit, wissenschaftliche Spekulation mit menschlichen Schicksalen zu verbinden. Die Erzählung behandelt Fragen nach Unendlichkeit, Wahrscheinlichkeit und der Wiederkehr von Ereignissen und gehört zu den bemerkenswerten frühen Science-Fiction-Geschichten über Zeit und alternative Möglichkeiten.











