Ausgangspunkt dieses Bandes sind die Erkenntnisse der Neurowissenschaften und der Psychologie, dass Erleben und Verhalten maßgeblich durch unbewusste und vorbewusst-intuitive Prozesse bestimmt wird. Eine Studie von Turner (2010) hat die Relevanz unbewusster Prozesse im Coaching bestätigt, wenngleich in Deutschland (kognitive) Selbstreflexion als ein wesentliches Merkmal professionellen Handelns gilt. Alica Ryba untersucht in ihrer Dissertation die Rolle des Unbewussten/Vorbewussten im Coaching mit besonderer Berücksichtigung der Persönlichkeitsentwicklung des Klienten/der Klientin. Dazu analysiert sie die Begriffe des Unbewussten/Vorbewussten, Annahmen über Mechanismen der Persönlichkeitsentwicklung sowie die Zugänge zum und die Arbeit mit dem Unbewussten/Vorbewussten in den verschiedenen Psychotherapieansätzen. Folgende theoretische Schulen nimmt sie in den Fokus: tiefenpsychologische, hypnotherapeutische, verhaltenstherapeutische, humanistische, körpertherapeutische und systemische. Diese Theorien werden mit aktuellen neurowissenschaftlichen und psychologischen Erkenntnissen verglichen, wobei das neurobiologisch fundierte Vier-Ebenen-Modell der Persönlichkeit von Roth, Cierpka und Strüber ein wichtiges Referenzmodell bildet. Die Untersuchung leitet Implikationen der einzelnen Ansätze für das Coaching ab und identifiziert Faktoren, die entscheidend für die Persönlichkeitsentwicklung sind. Es wird deutlich, dass somatisch-vegetative Prozesse eine bedeutsame Rolle bei Veränderungen spielen, doch im Coaching findet der Körper bisher kaum Beachtung. In ihrem eigenen Coachingmodell berücksichtigt Alica Ryba diese Ergebnisse.
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Autor*in:
Reihe:
Interdisziplinäre Beratungsforschung.Sprache:
Deutsch
Format:

Supervisions- und Coachingprozesse erforschen : Theoretische und methodische Zugänge

Organisation, Individuum, Beratung : Systemtheoretische Reflexionen. Mit drei Beiträgen von Claudia Dehn, Katia Tödt und Falko von Ameln

»... und ging ins pralle Leben« : Facetten einer Sozialgeschichte der Supervision

»Ich bin halt so ein Arbeitsleistungsmensch« : Subjektive Krankheitstheorien und Therapieerwartungen nach beruflichen Krisen

Das Geschlecht der Führung : Supervisorische Interaktion zwischen Tradition und Transformation

»Ich bin halt so ein Arbeitsleistungsmensch« : Subjektive Krankheitstheorien und Therapieerwartungen nach beruflichen Krisen

Strukturen der Organisationsberatungsinteraktion : Objektiv hermeneutische Untersuchung zur Professionalisierungsbedürftigkeit der Organisationsberatung

Spätzünder oder Frühstarter? : Männliche Existenzgründungen in der zweiten Lebenshälfte zwischen Selbstheilung, Angstabwehr und biografischer Innovation

Grenzbereiche der Supervision – Verwaltung in Bewegung

»... und ging ins pralle Leben« : Facetten einer Sozialgeschichte der Supervision

Spätzünder oder Frühstarter? : Männliche Existenzgründungen in der zweiten Lebenshälfte zwischen Selbstheilung, Angstabwehr und biografischer Innovation
