"Mittelalterbilder" sagen mehr als tausend Worte, das gilt auch für die Jahre 1914 bis 1918. Doch bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielte deren Rezeption eine bedeutende Rolle in der Öffentlichkeit Bayerns. Ausgehend von einer Stärkung lokaler, regionaler und nationaler Identität durch Geschichte, Literatur und Mythos wird versucht, folgende Fragen zu beantworten: Welche Stoffe wurden wo rezipiert? Lassen sich "Typen" von Akteuren und Rezipienten ausmachen? Wie ist der Stellenwert der Mittelalter-Rezeption zu Zeiten des Ersten Weltkriegs innerhalb deren langer Traditionslinie in der bayerischen und deutschen Kulturgeschichte einzuschätzen?
Die Studie leistet einen Beitrag zum Verständnis kultureller Konstruktionen und deren Relevanz in Zeiten des Wandels.












