Die Wahlkapitulationen des Alten Reiches waren Dokumente, welche die Kurfürsten formulierten und zu deren Einhaltung die gewählten Kaiser sich vor ihrer Krönung verpflichten mussten. Den Staatsrechtlern der Frühen Neuzeit galten sie als »Quint-Essenz aller Reichsgesetze« und deutsche »Magna Charta«. Wolfgang Burgdorf zeigt, dass durch die Wahlkapitulationen seit 1519 viele Elemente in die Verfassung des Alten Reiches eingebracht wurden, die sich später auch in konstitutionellen Verfassungen finden, wie z. B. ein Grundrechtskatalog. Es ist daher gerechtfertigt, mit Bezug auf das Alte Reich von Protokonstitutionalismus zu sprechen.
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Autor*in:
Reihe:
Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der WissenschaftenSprache:
Deutsch
Format:

Die höheren Beamten des Deutschen Zollvereins : Eine bürokratische Funktionselite zwischen einzelstaatlichen Interessen und zwischenstaatlicher Integration (1834–1871)

Österreich und der Immerwährende Reichstag : Studien zur Klientelpolitik und Parteibildung (1745–1763)

»Nit wenig verwunderns und nachgedenkens« : Die »Reichstagsakten – Mittlere Reihe« in Edition und Forschung

Wahlkapitulationen in Europa

Deutscher Bund und innere Nationsbildung im Vormärz (1815–1848)

Lady Charlotte Blennerhassett (1843–1917) : Katholisch, kosmopolitisch, kämpferisch

Alfred Hugenberg : »Wilhelminische Generation« und bürokratische Herrschaft im Deutschen Kaiserreich (1865–1914)

Forschen bildet : Rektoren erklären das deutsche Universitätsmodell. Deutschland, Schweiz, Österreich

Zeitgeist auf Ordnungssuche : Die Begründung des Königreiches Württemberg 1797–1819

Frederic von Rosenberg (1874–1937) : Diplomat vom späten Kaiserreich bis zum Dritten Reich, Außenminister der Weimarer Republik

Providentia Dei, Reich und Kirche : Weltbild und Stimmungsprofil altgläubiger Chronisten 1517–1618
