Nikolaj Sullivanov war Student.
Dann kamen Fäuste. Polizei. Krankenhaus. Gericht. Knast.
Eine Nacht. Ein Fehler. Anderthalb Jahre Gitter.
Anderthalb Jahre Beton, Schweiß, kaltes Essen und Gespräche mit Leuten, die sogar ihre Träume tätowiert hatten.
Als Nikolaj wieder draußen ist, wartet nichts auf ihn.
Kein Neuanfang. Keine Musik. Keine Frau mit Tränen in den Augen. Nur Straße, Rechnungen, alte Namen und diese lächerliche Hoffnung, dass draußen irgendetwas besser sein müsste.
Was ihm bleibt, ist Familie. Dieses schöne Wort für Menschen, die dich kennen, bevor du gelernt hast, dich zu verstecken.
Nikolaj will verschwinden. Neu anfangen. Still bleiben.
Doch dann muss er mit ansehen, wie den letzten Menschen, die ihm geblieben sind, Schreckliches widerfährt …











