Essays 23 : Salvador Dali

Geboren in der ehemaligen britischen Kolonie Indien verlief das Leben von George Orwell alles andere als geradlinig. Er besuchte Schulen in Indien und England, beherrschte mindestens zwei gebräuchliche Sprachen Indiens, arbeitete in diversen Gelegenheitsjobs, trieb sich als Landstreicher in England herum, studierte unter Aldous Huxley, verdiente sich als Polizist in Indien, nahm am spanischen Bürgerkrieg als Freiwilliger auf Seite der Republikaner teil und arbeitete Seite an Seite mit Ernest Hemingway als Kriegsberichterstatter. Als junger Mann stand er zwar kommunistischen Ideen offen gegenüber und in seinen frühen Texten finden sich auch antisemitische Vorurteile, doch mit der Zeit und in reiferen Jahren distanzierte sich Orwell öffentlich und in seinen schriftstellerischen Werken ohne Wenn und Aber von seinen jugendlichen Dummheiten. Womöglich durch die brutale Fremdherrschaft des Empires über Indien und durch Stalins organisierten Staatsterror und Massenmord angewidert entwickelte er sich zu einem überzeugten sozialistischen Demokraten, der alle Machtorgane von möglichst vielen Menschen organisiert und Machtumsetzung immer auf möglichst vielen Schultern verteilt sehen wollte. Einen großen Teil seiner prosaischen Werke bilden seine Essays ab, hier Teil 23. In "Salvador Dali" wirft Orwell einen Blick auf Dalis Biografie, welche man auch als "Geständnisse eines perversen Wahnsinnigen" beschreiben könnte, weil darin von allen menschenmöglichen Verbrechen, Schandtaten und moralisch höchst verwerflichen Dingen die Rede ist, die Dali für seine Person der Vergangenheit beansprucht. Es bleibt offen, ob diese makabre Beichte den Tatsachen entspricht oder ob hier ein Selbstvermarktungs- und Marketinggenie zu Werke ging – jedenfalls hat es sich überaus gut verkauft......

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