Abdera in Thrakien: eine griechische Kleinstadt, deren Bürger fest davon überzeugt sind, die klügsten Menschen der Welt zu sein — und die gerade darum jeden erdenklichen Unsinn mit größter Feierlichkeit betreiben. Sie führen Krieg um den Schatten eines Esels, machen ihren Froschteich zur Staatsangelegenheit und halten ihren größten Sohn, den lachenden Philosophen Demokrit, für verrückt.
Wielands satirischer Roman (1774–1780) ist das deutsche Schildbürgerbuch der Aufklärung — nur eleganter, klüger und zeitloser: Hinter der antiken Maske steckt die deutsche Kleinstaaterei seiner Zeit, und hinter der wiederum jede Gesellschaft, die Dummheit mit Mehrheitsbeschluss adelt. Ein Buch von beunruhigender Aktualität — und großem Vergnügen.
Hans Jochim Schmidt liest den vollständigen Roman, ungekürzt.











