Die "Geschichte des Agathon" (1766/67) gilt als der erste große Bildungs- und Erziehungsroman der deutschen Literatur und als Vorläufer des modernen psychologischen Romans. Wieland erzählt, angesiedelt im antiken Griechenland des 5./4. vorchristlichen Jahrhunderts, das Heranwachsen des schönen athenischen Jünglings Agathon zum reifen Mann: wie er durch Desillusionierungen und Enttäuschungen hindurch zu einer klügeren, gelasseneren und glücklicheren Lebenshaltung findet.
Über allem liegt Wielands feinsinnige Ironie — ein geistvolles, elegantes Werk der Aufklärung, das die deutsche Erzählkunst nachhaltig geprägt hat.
Hans Jochim Schmidt liest den vollständigen Roman, ungekürzt, rund 23 Stunden. (Ein Hinweis zur Sprache: Wielands kunstvoll verschachtelte Sätze verlangen aufmerksames Hören — wer einen Abschnitt zweimal hört, wird umso mehr von der Ironie des Werks belohnt.)











