Die „Kinder- und Hausmärchen“ von Jacob und Wilhelm Grimm sind die berühmteste Märchensammlung der Welt.
Ab 1806 trugen die Brüder systematisch mündlich überlieferte Erzählungen aus dem hessischen und niedersächsischen Raum zusammen – von befreundeten Erzählerinnen, aber auch aus schriftlichen Quellen – und veröffentlichten sie erstmals 1812 in zwei Bänden.
Geschichten wie „Aschenputtel“, „Schneewittchen“, „Hänsel und Gretel“, „Rotkäppchen“ oder „Der Froschkönig“ handeln von Armut und Reichtum, Gut und Böse, Prüfungen und Verwandlungen und folgen oft dem klassischen Muster von Bewährung, Strafe und Belohnung.
Über sieben Auflagen zu Lebzeiten der Brüder wurden die teils drastischen, gewaltsamen Ursprungsfassungen zunehmend geglättet und kindgerechter gestaltet.
Die Sammlung, seit 2005 UNESCO-Weltdokumentenerbe, prägte nicht nur die europäische Kinderliteratur, sondern auch Disney-Verfilmungen, Opern, Ballette und die moderne Erzählforschung nachhaltig und zählt zu den meistübersetzten deutschen Büchern überhaupt.












