Ungenügende Lesekompetenzen und individuelle Mehrsprachigkeit stellen zwei bildungspolitische Herausforderungen dar, die auf verschiedenen Ebenen miteinander verknüpft sind. Mehrsprachige Schüler:innen mit Migrationshintergrund gelten als besonders gefährdet, zur Gruppe der Risikoleser:innen zu gehören. Zugleich zeigen Forschungsergebnisse, dass lebensweltliche Mehrsprachigkeit unter bestimmten Bedingungen - insbesondere bei gut entwickelter Sprachkompetenz und gezielter didaktischer Einbindung - das Fremdsprachenlernen unterstützen kann.
Im ersten Teil werden Grundlagen einer sprach- und fachübergreifenden Leseförderung aus deutsch- und fremdsprachendidaktischer Perspektive sowie aktuelle Forschungsergebnisse dargestellt und um KI-gestützte Ansätze zur Textanalyse und Diagnose ergänzt. Der zweite Teil veranschaulicht praxisorientierte Konzepte und zeigt Möglichkeiten der KI-Nutzung für Unterrichtsvorbereitung, Material- und Aufgabenerstellung sowie individuelle Förderung. Der Band richtet sich an Hochschuldozierende, Lehramtsstudierende und Lehrkräfte.























