Seine finsteren Rivalen skizziert, vor dem Hintergrund des Amerika des 19. Jahrhunderts, das Ringen einer jungen Frau und ihres Umfelds zwischen Liebe, Pflicht und sozialer Erwartung. Die titelgebenden Rivalen sind nicht nur Gegenbuhler, sondern auch Angst, Ehrgeiz und die Konsequenzen falscher Entscheidungen. Roe verbindet realistische, dialoggetragene Szenen mit Sentiment und Naturbildern; die Spannung entsteht weniger aus äußeren Sensationen als aus innerer Gewissensprüfung und Fragen nach Tugend und sozialer Mobilität. Edward Payson Roe (1838–1888) war presbyterianischer Geistlicher, im Bürgerkrieg Militärseelsorger und später Pfarrer im Hudson Valley. Aus Seelsorgepraxis und Publizistik erwuchs sein Interesse an Bekehrung, nüchterner Alltagsmoral und sozialen Umbrüchen. Als begeisterter Gartenbaupraktiker und populärer Erzähler verband er religiöse Didaxe mit Sinn für konkrete Lebenswelten – eine Kombination, die seine Figurenpsychologie erdet und die Konflikte dieser Erzählung motivisch und sozialgeschichtlich plausibel macht. Empfehlenswert für Leserinnen und Leser, die psychologisch motivierte Handlung, historische Resonanz und klare ethische Konturen schätzen. Wer die Tradition des amerikanischen Familienromans verstehen will, findet hier eine zugängliche, zugleich anregend vielschichtige Probe: ein Werk, das erbauliche Tendenz nicht gegen erzählerische Spannung ausspielt, sondern beides produktiv verschränkt.
Seine finsteren Rivalen : Liebe und Glaube im US-Bürgerkrieg: Ehre, Pflicht und ein christlich geprägtes Liebesdreieck
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Autor*in:
Sprache:
Deutsch











