Diese Serie von der Erfolgsschriftstellerin Viola Maybach knüpft an die bereits erschienenen Dr. Laurin-Romane von Patricia Vandenberg an.
Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt.
Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, möchte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderärztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderärztin aufmachen.
Damit ist der Boden bereitet für eine große, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert.
Diana Wellkamp, die weltberühmte Sopranistin, lachte schallend über den Witz, den Carl von Saalfeld gerade gemacht hatte. Auch ihr junger Kollege Moritz Mayerbeer musste lachen, obwohl er es nicht so unbefangen tat wie sie. Er stand erst am Anfang seiner Karriere, ihn schüchterte ihre Bekanntheit ein, und es fiel ihm noch immer schwer zu glauben, dass er bald an ihrer Seite auf der Bühne stehen würde. Diana blickte bereits auf eine Weltkarriere zurück und war dementsprechend deutlich älter als er. Das sah man ihr nicht unbedingt an, weshalb sie noch immer ›jugendliche‹ Rollen singen und spielen konnte. Und noch gehörte sie zu den gefragtesten Sopranistinnen überhaupt, aber sie selbst sprach offen an, dass ihre Stimme anfing, an Glanz zu verlieren. Sie gewann dafür eine größere Wärme und Ausdruckskraft, aber Diana war eine kluge Frau: Sie wusste, dass sich ihr Repertoire in den nächsten paar Jahren würde verändern müssen. Bestimmte Partien würde sie schon bald nicht mehr singen können. Sie nahm diese Entwicklung einigermaßen gelassen hin, denn sie hatte sich schon früh darauf vorbereitet. Auch Stimmen alterten, und sie hatte alles dafür getan, diesen Prozess so lange wie möglich hinauszuzögern. Nie hatte sie sich überfordert, hatte die Stimme allmählich aufgebaut, und auch ihre glückliche Ehe war der Erhaltung ihrer Stimme sicher förderlich gewesen. Nach dem allzu frühen Tod ihres Mannes war Arbeit ihre Therapie gewesen, und sie hatte einige der besten Leistungen ihrer Karriere gezeigt. Und nun, einige Jahre später, sang sie in der weitgehend unbekannten italienischen Oper, die Carl von Saalfeld, der Opernintendant, zufällig ausgegraben hatte, eine ihrer letzten großen Rollen. Sie hoffte, der beginnenden Karriere von Moritz Mayerbeer damit einen ordentlich Schub geben zu können, denn sie war es, die ihn als ihren Partner vorgeschlagen und gegen skeptische Stimmen durchgesetzt hatte. Dabei war er der Aufgabe mehr als gewachsen. Seine Stimme war klar und volltönend, sie hatte ein beeindruckendes Volumen. Nach der Premiere, dachte sie nicht zum ersten Mal, würde er ein Star sein. Jetzt war er noch beinahe schüchtern, aber das würde sich bestimmt schon bald legen. Er ahnte nicht einmal, dass sie sich für ihn eingesetzt hatte. Carl hingegen hatte sich bereits mehrfach bei ihr dafür bedankt.























