In "Aus dem bairischen Walde" schildert Adalbert Stifter ein persönliches Erlebnis: Von gewaltigen Schneefällen im Bayerischen Wald überrascht, erlebt er die überwältigende, bedrohliche und zugleich erhabene Macht der winterlichen Natur. Aus der stillen Beobachtung des unaufhörlich fallenden Schnees, der die Wege verschüttet und die Welt verwandelt, entfaltet der Dichter eine ergreifende Betrachtung über Mensch und Natur.
Diese späte Naturschilderung zeigt Stifter auf dem Höhepunkt seiner Kunst: die genaue, liebevolle Wahrnehmung des Kleinen und die Ehrfurcht vor den großen Kräften der Schöpfung, verbunden zu jenem "sanften Gesetz", das sein ganzes Werk durchzieht.
Hans Jochim Schmidt liest die vollständige Schilderung, ungekürzt, rund 1¼ Stunden.












