Rituale prägen unser persönliches Leben in sämtlichen familiären, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Kontexten. Auch der evangelische Gottesdienst wird seit den 1970er-Jahren als "Ritual" bezeichnet. Doch was ist ein Ritual? Dieser Frage geht Richard Graupner in seinem Buch nach. In der evangelischen Liturgik wird der Begriff oft mit Worten wie Heimat, Sicherheit und Vertrautheit verbunden. Besonders innerhalb der sogenannten "Ritual Studies" hat sich ein Ritualbegriff etabliert, der das kritische Potenzial dieser Handlungen bewusstmacht und dabei auch die kognitiven Prozesse der Handelnden einbezieht. Allerdings hat die evangelische Liturgik diese Verschiebung bisher kaum beachtet. Sie scheint aber nicht zuletzt geeignet, die traditionelle Entgegensetzung von Liturgie und Predigt zu überwinden. Hier setzt Richard Graupner an und fragt, was der Ritualbegriff zum Verstehen, aber auch zum Gestalten des Gottesdienstes beitragen kann?
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Autor*in:
Reihe:
Evangelisch-Katholische Studien zu Gottesdienst und PredigtSprache:
Deutsch
Format:

Gottesdienst und Predigt - evangelisch und katholisch

Weil wir etwas wollen! : Plädoyer für eine Predigt mit Absicht und Inhalt

Trauerfeiern nach Großkatastrophen : Theologische und sozialwissenschaftliche Zugänge

Unsinn zur Unzeit : Ein Dialog mit Gilles Deleuze über "Ereignis" im homiletischen und liturgischen Horizont

Homiletische Transkreation : Wechselwirkungen zwischen Bibeltext- und Predigtgattungen

Verbum Dei Recitatum : Zum Gebrauch der Heiligen Schrift durch ihre gottesdienstliche Lesung

Stimmung und Resonanz im Schulgottesdienst

Gottesdienst als Handlung und Haltung : Eine eschatologische Gottesdienstlehre

Predigt Slam : Wortakrobatik zwischen Predigt und Poesie

Hinkehr zu Gott : "Buße" im evangelisch-reformierten Gottesdienst
