Der Thronende und das Buch mit den sieben Siegeln : Apokalypse 4f. vor dem Hintergrund des aktuellen römisch-imperialen Narrativs

In der Forschung wird unisono die These vertreten, der Apokalyptiker greife in seiner Darstellung in Apk 4f. vornehmlich alttestamentlich-frühjüdische Traditionen auf und bearbeite sie neu. Demgegenüber entwickelt Thomas Witulski die These, dass das in Apk 4f. Dargestellte als Kontrastanalogie zu der zur Zeit der Abfassung der Apokalypse aktuellen staatlich-imperialen Propaganda zu interpretieren sei. Der Duktus der Darstellung lege die Annahme nahe, daß der Apokalyptiker zu erweisen suche, dass in Wirklichkeit nicht Zeus und der römische Kaiser, sondern Jahwe und sein Christus die Welt und deren Schicksal bestimmten. Er beschreibe Jahwe und Christus weitgehend kontrastanalog, d.h. in Bildern, die aus der Zeusverehrung und der Kaiserpropaganda bekannt sind, um so einen gemeinsamen Nenner zu konstruieren, auf dessen Basis die Wahrhaftigkeit seines Wirklichkeitsverständnisses unmittelbar einsichtig werde.

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