Tödliche Rituale im Wien der Jahrhundertwende
Ein blutiges Ritual erschüttert das vornehme Wien des Jahres 1896: Bei einer vermeintlich satanistischen Messe wurde eine junge Frau bestialisch ermordet – ihre Kehle durchgeschnitten, Zunge und Herz fehlen. Als Inspektor Leopold von Herzfeldt mit den Ermittlungen beauftragt wird, stößt er auf eine Freimaurer-Loge. Aber hat er es wirklich mit Teufelsanbetung zu tun? Der Totengräber Augustin Rothmayer, empört über eine Grabschändung auf dem Zentralfriedhof, bietet ihm seine Hilfe an. Gemeinsam mit Herzfeldts Verlobter, der scharfsinnigen Reporterin Julia Wolf, und dem aufstrebenden Nervenarzt Dr. Sigmund Freud folgen sie einer Spur, die sie in die Abgründe der Wiener Gesellschaft führt – wo hinter okkulten Ritualen und antisemitischen Geheimbünden eine Ideologie heranwächst, die Jahrzehnte später die Welt ins Verderben stürzen wird.
Mit viel Charme und Spannung gelesen von Hans Jürgen Stockerl, für alle, die unerwartetete Wendungen in überzeugender Atmosphäre suchen.



























Perchta
29.6.2026
Herr Stockerl reißt es raus! Ich finde es schade, dass der Totengräber von Buch zu Buch mehr in den Hintergrund gerückt wird. Der Herr von Herzfeld ist weit weniger charismatisch und lustig. Und das langatmige Intro mit der fast dreigroschenromanmässigen Geschichte über die hochherrschaftliche Paklraass und der Liebesbeziehung zur wackeren Journalistin hätte man sich sparen können. 15h hätten da auch gereicht. Bis es diesmal spannend wird ist der Spaß schon wieder vorbei. Vielleicht sollte man die weiteren Bücher nicht mehr „der Totengräber und …“ nennen ( war mal ein super super Ansatz mit ungewöhnlichem Protagonist 👍), sondern ein neu- adliger nicht Wiener Kiwara stolpert durch seinen neuen Fall ( Zweigroschenoper im Wienerlmilieu am Prater)
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