Der weiße Fleck : DDR, Hohenschönhausen

Aus dem Vorwort:

Von März bis Dezember 2017 traf und fotografierte ich ehemalige politische Gefangene in der Gedenkstätte und in ihrem privaten Umfeld und ließ sie ihre

Geschichten erzählen. Dokumentarische Aufnahmen des Sperrgebiets HSH geben einen Eindruck über die Räume, in denen die Gefangenen in Isolationshaft

saßen und von der Staatssicherheit (Stasi) verhört wurden.

Die Fotos von heute zeigen das, was damals unsichtbar war. Auf den Stadtplänen zur Zeit der DDR war an der Stelle des Sperrgebiets ein weißer Fleck.

Die Mitarbeiter/innen der Stasi waren darin geschult, die Insassen psychisch zu brechen.

Auch diese Seite beleuchte ich in meinem Buch. Ich traf ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und besuchte die ehemalige

Minister-Etage der Zentrale des MfS. Mit diesem hatte die DDR einen der am stärksten ausgebauten Überwachungsapparate der Geschichte.

Ich erhielt Einblicke in einige Stasi-Akten politisch Inhaftierter und war erschrocken über das Ausmaß und die Ausführlichkeit der Überwachungsvorgänge.

Sie sind Ausdruck der Entwicklung zu einem Regime, das individuelle Freiheit für die eigene Staatsideologie opferte.

Ich möchte die Lesenden dazu einladen, sich ein eigenes Bild von dem zu machen, was ich in diesem Buch zusammengetragen habe.

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