Autarkie und Aufrüstung standen im Zentrum der Wirtschaftspolitik des NS-Regimes. Aber auf welche Weise gelang es dem Staat, die gewünschten industriellen Kapazitäten zu schaffen? Diese Studie zeigt, dass die Investitionstätigkeit in den betreffenden Branchen im Allgemeinen keineswegs auf staatlichem Zwang, ob direkt oder indirekt, beruhte. Vielmehr erfolgten die meisten Investitionen freiwillig aufgrund eines der privatwirtschaftlichen Rationalität entspringenden Profitinteresses. Dabei kalkulierten die Unternehmen mit ein, dass die spezifischen, durch die NS-Wirtschaftspolitik geschaffenen makroökonomischen Rahmenbedingungen – wie die staatlich induzierte Nachfrage oder die Devisenbewirtschaftung – nicht von Dauer sein würden. Zu Investitionen in den entsprechenden Bereichen waren sie deshalb nur bereit, wenn das Reich das Risiko ganz oder zum Teil übernahm. Dazu bediente sich der Staat einer Reihe von standardisierten Vertragstypen, die bisher von der Forschung weitgehend vernachlässigt wurden.
Starten Sie noch heute mit diesem Buch für 0 €
- Hole dir während der Testphase vollen Zugriff auf alle Bücher in der App
- Keine Verpflichtungen, jederzeit kündbar
Autor*in:
Reihe:
Band 1744 in Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – BeihefteSprache:
Deutsch
Format:

Tatort Syntax : Authentizitätsfeststellung in der forensischen Linguistik

Regionale Wirtschafts- und Sozialgeschichte im Zeitalter globaler Krisen

Anreiz, Moral, Verdienst : Die Mittelklasse im Wohlfahrtsstaat der USA von Großer Depression bis 1972

Transhumanismus Mensch und Technik

Schach und Recht

Einführung in die Nationalökonomie : Was ist Nationalökonomie? + Wirtschaftsgeschichtliches + Die Warenproduktion + Lohnarbeit + Die Tendenzen der kapitalistischen Wirtschaft

Beiträge zu einer Kritik der Sprache : Wesen der Sprache + Zur Psychologie + Zur Sprachwissenschaft + Grammatik und Logik

Die kreative Macht der Maschinen : Warum Künstliche Intelligenzen bestimmen, was wir morgen fühlen und denken

Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie

Spital und Wirtschaft in der Vormoderne : Sozial-karitative Institutionen und ihre Rechnungslegung als Quelle für die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

Der öffentliche Gesundheitsdienst in Schleswig-Holstein

Tooth Color - Zahnfarbe: Biometrische Authentifizierung und forensische Identifikation : von Lebenden und Toten, Menschen und Tieren anhand von spektralen Reflexionsmustern und der Zahnform

Von Scheingewinnen zum Rüstungsboom : Die Eigenkapitalrendite der deutschen Industrieaktiengesellschaften 1925–1941

Migration – Siedlungsbildung – Akkulturation : Die Auswanderung Nordwestdeutscher nach Ohio, 1830–1914

Sozial- und Wirtschaftsgeschichte : Arbeitsgebiete – Probleme – Perspektiven. Herausgegeben aus Anlass des 100. Erscheinens der Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

Geschichte des Konsums : Erträge der 20. Arbeitstagung der Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 23.-26. April 2003 in Greifswald

Pfarrkirchen in der Stadt des späten Mittelalters : Politk, Wirtschaft und Verwaltung

Innovationsgeschichte : Erträge der 21. Arbeitstagung der Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 30. März bis 2. April 2005 in Regensburg

Interessen im Wettbewerb : Grundlagen und frühe Entwicklung der europäischen Wettbewerbspolitik 1955–1966

NEUE HEIMAT : Unternehmenspolitik und Unternehmensentwicklung im gewerkschaftlichen Wohnungs- und Städtebau 1950–1982

Schmalkalden – Biberach – Ravensburg : Städtische Entwicklungen vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit

Arbeit und Willensfreiheit im Mittelalter

Krisengeschichte(n) : "Krise" als Leitbegriff und Erzählmuster in kulturwissenschaftlicher Perspektive

Der Nürnberger Banco Publico, seine Kaufleute und ihr Zahlungsverkehr (1621–1827)
