»Dieses Buch ist so mitreißend, feinsinnig und schonungslos, dass es mich einfach nicht loslässt.« Alena Schröder
In der DDR geboren, im wiedervereinigten Deutschland aufgewachsen. Als die Mauer fällt, ist Stine gerade einmal drei Jahre alt. Doch die Familie ist tief verstrickt. In ein System, von dem sie nicht lassen kann, und in den Glauben, das richtige Leben gelebt zu haben. Bestechend klar und kühn erzählt Anne Rabe von einer Generation, deren Herkunft eine Leerstelle ist.
Stine kommt Mitte der 80er Jahre in einer Kleinstadt an der ostdeutschen Ostsee zur Welt. Sie ist ein Kind der Wende. Um den Systemwechsel in der DDR zu begreifen, ist sie zu jung, doch die vielschichtigen ideologischen Prägungen ihrer Familie schreiben sich in die heranwachsende Generation fort. Während ihre Verwandten die untergegangene Welt hinter einem undurchdringlichen Schweigen verstecken, brechen bei Stine Fragen auf, die sich nicht länger verdrängen lassen. Anne Rabe hat ein ebenso hellsichtiges wie aufwühlendes Buch von literarischer Wucht geschrieben. Sie geht den Verwundungen einer Generation nach, die zwischen Diktatur und Demokratie aufgewachsen ist, und fragt nach den Ursprüngen von Rassismus und Gewalt.
»Eine junge Frau will die Gewalt verstehen, die ihre Familiengeschichte durchdringt – und entlarvt dabei die brutale Selbstlüge einer ganzen Elterngeneration. Wie Anne Rabe eine eigene Sprache für diese Sprachlosigkeit findet – das ist ganz große Kunst.« Alena Schröder



























Evelyn
5.7.2026
Die Autorin hätte sich meiner Ansicht nach entscheiden sollen, ob sie einen Roman oder eine Dokumentation schreiben möchte. Sie vermischt beides auf wenig gelungene Weise. Das Resultat sind Versatzstücke einer nicht greifbaren Geschichte. Gleichzeitig hat das Buch bei mir den Eindruck hinterlassen, dass versucht wurde, möglichst viele DDR-Klischees aneinander zu reihen. Positiv hervorzuheben sind ein paar plastische Schilderungen schwarzer Pädagogik. Ich habe mich wirklich gequält das Buch zuende zu hören.
Uli
6.5.2026
Eine Familiengeschichte voller differenter Charaktere, eines, das beim Lesen Tränen entfachen kann, das ohne Pathos oder einem erhobenen Zeigefinger auskommt. Ein beachtliches Buch, welches durchaus beiderseits der Mauer angesiedelt sein könnte.
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