Völkisch-religiöse Gruppierungen hofften, dass die 1933 freudig begrüßte Machtübernahme der Nationalsozialisten auch einen »neuen Deutschen Glaubensfrühling« einläuten werde. Dies sollte sich bald als eine illusionäre Selbsttäuschung erweisen. Der deutschchristliche wie auch der konkurrierende »neuheidnische« Flügel der völkisch-religiösen Bewegung scheiterten dabei nicht nur an ihrem Unvermögen, persönliche wie religiös-weltanschauliche Gegensätze zu überwinden und die divergierenden Strömungen und Interessen zu bündeln. Sie hatten vor allem ihre Handlungsspielräume über- und mehr noch das nationalsozialistische Machtkalkül unterschätzt, auch wenn einzelne Gruppierungen und Protagonisten von maßgeblichen Akteuren des polykratischen Systems zeitweise Unterstützung erfuhren.
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Reihe:
Band 47 in Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung.Sprache:
Deutsch
Format:

Sowjetisierung oder Neutralität? : Optionen sowjetischer Besatzungspolitik in Deutschland und Österreich 1945–1955

NS-Prozesse und deutsche Öffentlichkeit : Besatzungszeit, frühe Bundesrepublik und DDR

Ideologie und Moral im Nationalsozialismus

Ideokratien im Vergleich : Legitimation – Kooptation – Repression

Sachsen und der Nationalsozialismus

Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche (1944–1947) : Eine historisch-biographische Studie

Vergleich als Herausforderung : Festschrift zum 65. Geburtstag von Günther Heydemann

Von Stalingrad zur SBZ : Sachsen 1943 bis 1949

Nach dem »Großen Krieg« : Vom Triumph zum Desaster der Demokratie 1918/19 bis 1939

Sachsen – Eine Hochburg des Rechtsextremismus?

Verlust politischer Urteilskraft : Hannah Arendts Politische Philosophie als Antwort auf den Totalitarismus
