Ein böser Verdacht : Bettina Fahrenbach - Eine Powerfrau setzt sich durch 40 – Liebesroman

Als der alte Fahrenbach, der eine zunächst kleine Firma im Weinanbau und -vertrieb errichtet und im Laufe der Jahre zu einem bedeutenden Familienunternehmen erweitert hat, das Zeitliche segnet, hinterlässt er ein ziemlich seltsames Testament. Drei seiner Kinder scheinen Grund zur Freude zu haben, Frieder als neuer Firmenchef, Jörg als Schlossherr und Grit als Villenbesitzerin.

Bettina war wie gelähmt, erstarrt, sonst hätte sie sich vielleicht gewünscht, in einem Mauseloch zu verschwinden, auf einen Stern katapultiert zu werden oder am besten gleich in die Erdumlaufbahn, nur um dem hier zu entgehen. Aber sie war keines einzigen Gedankens fähig, in ihr war nichts weiter als eine dumpfe, stumpfe Leere. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie dagesessen hatte. Erst als ihr Rücken wegen ihrer verkrampften Haltung zu schmerzen begann, rührte sie sich. Ihr wurde bewusst, dass sie den Gegenstand, der ihren Absturz von dem Himmel in die Hölle verursacht hatte, noch immer in der Hand hielt. Wie ein gefährliches, giftiges Reptil schleuderte sie ihn von sich. Jetzt lag er auf dem Fußboden, der raffinierte, verführerische Spitzen-BH, der ihr nicht gehörte. Nur Jan benutzte das Bootshaus. Er hatte stets allein sein wollen, selbst sie hatte sich mit ihm verabreden müssen. Einfach so vorbeizukommen, um Hallo zu sagen, ihn zu einem Spaziergang abzuholen, war schon lange vorbei gewesen. Jan hatte nicht gestört werden wollen. Und sie war so töricht gewesen zu glauben, dass er an wichtigen Reportagen, an seinem Buch, an Vorträgen oder was sonst auch immer arbeitete. Jetzt fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Er hatte nicht gestört sein wollen, weil er sich mit einer heißen Braut amüsiert hatte, mit einer, die das siebente Glockenspiel hatte und nicht mit jemandem wie ihr, die konventionell, in seinen Augen vielleicht spießig war. Solche Unterwäsche besaß sie auf jeden Fall nicht. Sich so etwas zu kaufen hätte sie als viel zu verrucht empfunden, außerdem hatte sie niemals das Gefühl gehabt, dass Jan auf so etwas stand. Doch nicht ihr Jan. Da konnte man mal sehen, wie sehr man sich täuschen konnte. Bettinas Kopf begann zu schmerzen, ihr Herz schlug wie verrückt. Jan hat dich betrogen … Jan hat dich betrogen … Jan hat dich betrogen, schien es zu sagen.

Über dieses Buch

Als der alte Fahrenbach, der eine zunächst kleine Firma im Weinanbau und -vertrieb errichtet und im Laufe der Jahre zu einem bedeutenden Familienunternehmen erweitert hat, das Zeitliche segnet, hinterlässt er ein ziemlich seltsames Testament. Drei seiner Kinder scheinen Grund zur Freude zu haben, Frieder als neuer Firmenchef, Jörg als Schlossherr und Grit als Villenbesitzerin.

Bettina war wie gelähmt, erstarrt, sonst hätte sie sich vielleicht gewünscht, in einem Mauseloch zu verschwinden, auf einen Stern katapultiert zu werden oder am besten gleich in die Erdumlaufbahn, nur um dem hier zu entgehen. Aber sie war keines einzigen Gedankens fähig, in ihr war nichts weiter als eine dumpfe, stumpfe Leere. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie dagesessen hatte. Erst als ihr Rücken wegen ihrer verkrampften Haltung zu schmerzen begann, rührte sie sich. Ihr wurde bewusst, dass sie den Gegenstand, der ihren Absturz von dem Himmel in die Hölle verursacht hatte, noch immer in der Hand hielt. Wie ein gefährliches, giftiges Reptil schleuderte sie ihn von sich. Jetzt lag er auf dem Fußboden, der raffinierte, verführerische Spitzen-BH, der ihr nicht gehörte. Nur Jan benutzte das Bootshaus. Er hatte stets allein sein wollen, selbst sie hatte sich mit ihm verabreden müssen. Einfach so vorbeizukommen, um Hallo zu sagen, ihn zu einem Spaziergang abzuholen, war schon lange vorbei gewesen. Jan hatte nicht gestört werden wollen. Und sie war so töricht gewesen zu glauben, dass er an wichtigen Reportagen, an seinem Buch, an Vorträgen oder was sonst auch immer arbeitete. Jetzt fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Er hatte nicht gestört sein wollen, weil er sich mit einer heißen Braut amüsiert hatte, mit einer, die das siebente Glockenspiel hatte und nicht mit jemandem wie ihr, die konventionell, in seinen Augen vielleicht spießig war. Solche Unterwäsche besaß sie auf jeden Fall nicht. Sich so etwas zu kaufen hätte sie als viel zu verrucht empfunden, außerdem hatte sie niemals das Gefühl gehabt, dass Jan auf so etwas stand. Doch nicht ihr Jan. Da konnte man mal sehen, wie sehr man sich täuschen konnte. Bettinas Kopf begann zu schmerzen, ihr Herz schlug wie verrückt. Jan hat dich betrogen … Jan hat dich betrogen … Jan hat dich betrogen, schien es zu sagen.

Starte noch heute mit diesem Buch für 0 €

  • Hole dir während der Testphase vollen Zugriff auf alle Bücher in der App
  • Keine Verpflichtungen, jederzeit kündbar
Jetzt kostenlos testen
Mehr als 52 000 Menschen haben Nextory im App Store und auf Google Play 5 Sterne gegeben.