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Ein Ereignis an der Owl Creek Brücke

Ambrose Bierce – sentimentaler Misanthrop (Auszug aus dem Audio-Essay) Ambrose Bierce ist 71 Jahre alt, als er, unter bis heute nicht geklärten Umständen, 1913 in Mexiko verschwindet, um nie wieder aufzutauchen. Er hatte viele Feinde, wofür er auch selbst eine Menge getan hat. Seine scharfe Feder, mit der er als Journalist und Autor zu Werke ging, war gefürchtet. Er galt als scharfzüngiger Satiriker und streitsüchtiger Misanthrop. Blättert man durch diverse Biografien über ihn, findet man darin reichlich Bestätigung. Aber er war noch mehr als nur ein streitbarer Charakter: Er war auch ein Meister des Erzählens und ein äußerst scharfsichtiger Beobachter der Dinge um ihn her. Ambrose Bierce kommt am 24. Juni 1842 im Südosten Ohios zur Welt. Er entwickelt sich schon früh zum Einzelgänger. Für sein näheres Umfeld hat er meistenteils nur Spott und Verachtung übrig. Seine Eltern beschreibt er als "ungewaschene Wilde", seine Schulkameraden als "voraussehbar idiotisch". Eine höhere Schule oder gar die Universität besucht er nicht. Stattdessen besucht er für ein Jahr eine Militärakademie und schlägt sich anschließend als Hilfsarbeiter und Kellner durch. Journalistische oder gar literarische Ambitionen hegt er zu diesem frühen Zeitpunkt seines Lebens noch nicht. 1861 – Bierce ist gerade 19 Jahre alt - bricht der amerikanische Bürgerkrieg aus. Er meldet sich als Freiwilliger für die Unionsarmee und versieht dort die Aufgaben eines Topographen. Er wird Leutnant und daraufhin Oberleutnant. Er nimmt im Verlauf des Krieges aktiv und an vorderster Front an mehreren Schlachten teil, darunter 1862 an der Schlacht von Shiloh, eine der grausamsten und mit insgesamt 3500 Gefallenen für beide Seiten verlustreichsten Schlachten des Bürgerkriegs; oder ein Jahr später auch an der Schlacht von Chickamauga, ein Gemetzel, das ihn noch dreißig Jahre später beschäftigte... Hören Sie den Essay weiter. Sie finden ihn im Anschluss an das Hörbuch

Über dieses Buch

Ambrose Bierce – sentimentaler Misanthrop (Auszug aus dem Audio-Essay) Ambrose Bierce ist 71 Jahre alt, als er, unter bis heute nicht geklärten Umständen, 1913 in Mexiko verschwindet, um nie wieder aufzutauchen. Er hatte viele Feinde, wofür er auch selbst eine Menge getan hat. Seine scharfe Feder, mit der er als Journalist und Autor zu Werke ging, war gefürchtet. Er galt als scharfzüngiger Satiriker und streitsüchtiger Misanthrop. Blättert man durch diverse Biografien über ihn, findet man darin reichlich Bestätigung. Aber er war noch mehr als nur ein streitbarer Charakter: Er war auch ein Meister des Erzählens und ein äußerst scharfsichtiger Beobachter der Dinge um ihn her. Ambrose Bierce kommt am 24. Juni 1842 im Südosten Ohios zur Welt. Er entwickelt sich schon früh zum Einzelgänger. Für sein näheres Umfeld hat er meistenteils nur Spott und Verachtung übrig. Seine Eltern beschreibt er als "ungewaschene Wilde", seine Schulkameraden als "voraussehbar idiotisch". Eine höhere Schule oder gar die Universität besucht er nicht. Stattdessen besucht er für ein Jahr eine Militärakademie und schlägt sich anschließend als Hilfsarbeiter und Kellner durch. Journalistische oder gar literarische Ambitionen hegt er zu diesem frühen Zeitpunkt seines Lebens noch nicht. 1861 – Bierce ist gerade 19 Jahre alt - bricht der amerikanische Bürgerkrieg aus. Er meldet sich als Freiwilliger für die Unionsarmee und versieht dort die Aufgaben eines Topographen. Er wird Leutnant und daraufhin Oberleutnant. Er nimmt im Verlauf des Krieges aktiv und an vorderster Front an mehreren Schlachten teil, darunter 1862 an der Schlacht von Shiloh, eine der grausamsten und mit insgesamt 3500 Gefallenen für beide Seiten verlustreichsten Schlachten des Bürgerkriegs; oder ein Jahr später auch an der Schlacht von Chickamauga, ein Gemetzel, das ihn noch dreißig Jahre später beschäftigte... Hören Sie den Essay weiter. Sie finden ihn im Anschluss an das Hörbuch

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