Edward Bellamys "Gleichheit" führt das in "Rückblick aus dem Jahre 2000 auf 1887" entworfene Zukunftsbild weiter und entfaltet es zu einer systematischen Gesellschaftsutopie. In dialogischer Form untersucht der Roman Fragen der sozialen Organisation, der gerechten Verteilung, der Arbeitsethik und der demokratischen Kultur in einer nachkapitalistischen Ordnung. Stilistisch verbindet Bellamy erzählerische Anschaulichkeit mit essayistischer Argumentation; das Werk steht damit in der Tradition des utopischen Romans des 19. Jahrhunderts, zugleich aber auch im Kontext der amerikanischen Reformdebatten über Industrialisierung, Monopolbildung und soziale Ungleichheit. Bellamy, 1850 in Massachusetts geboren, war Journalist, Romancier und einer der wirkmächtigsten sozialutopischen Denker des Gilded Age. Seine schriftstellerische Arbeit entstand vor dem Hintergrund einer von ökonomischen Krisen, Klassenkonflikten und rapider Modernisierung geprägten Gesellschaft. "Gleichheit" lässt sich als Ausdruck seines anhaltenden Bemühens lesen, moralische, politische und ökonomische Alternativen zur Konkurrenzgesellschaft zu formulieren und die Vision einer rational organisierten, solidarischen Moderne zu präzisieren. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die sich für utopische Literatur, Ideengeschichte und die Genealogie moderner Gleichheitsvorstellungen interessieren. Wer Bellamy liest, begegnet nicht nur einem historischen Dokument sozialer Imagination, sondern auch einer nach wie vor anregenden Reflexion über Gerechtigkeit, Gemeinsinn und die Gestalt einer besseren Gesellschaft. Diese Übersetzung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.











