Gott in seiner allwissenden Vorsehung auf dem Prüfstand der Kontingenz : Eine motivarchäologische Kritik des theologischen Kompatibilismus

Die Arbeit am christlichen Gottesbegriff bekommt es mit gravierenden Denkproblemen zu tun, wenn Gott eine allwissende Vorsehung zugesprochen wird. Die Selbstevidenz eines freien Willens des Menschen wird entweder in die Ewigkeit hinein aufgehoben

oder deterministisch verunmöglicht. Dieses Problembündel ist in der theologischen Theoriebildung bisher nicht bewältigt.

Die These des Autors, die er auf einem breiten theologiegeschichtlichen Fundament ausarbeitet, lautet: Gott kann und darf keine allwissende Vorsehung im klassischen Sinn zukommen – er weiß vielmehr um die unendlichen Möglichkeiten seiner um des Heils willen entschiedenen Gewinnungsmacht, ohne den Menschen zu entmächtigen.

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