Soziale Konflikte sind Konflikte um Verteilungsfragen. Seit vielen Jahren bestimmen sie den demokratischen Streit. Politische Machtkonflikte haben sich um zwei Achsen geordnet – einmal um den Ausgleich zwischen (ökonomischer) Freiheit und (sozialer) Sicherheit; zweitens um ein progressives oder konservatives Verhältnis zu Liberalisierung und Pluralisierung. Das Kursbuch 215 kreist um diese Konflikte. Stephan Schad nimmt sich in seinem Beitrag die soziale Konfliktzone des Genderns vor – einerseits im Hinblick auf das faktische Konfliktpotenzial, andererseits bezogen auf die merkwürdige Antinomie, dass sich das Anliegen sprachlich nicht wirklich darstellen lässt, auch weil die Sprache ihren Eigensinn hat. Das überraschende Ergebnis ist, dass manche besonders gut gemeinten Formen eine patriarchale Form geradezu verlängern. Dabei blickt Schad detailliert auf beabsichtigte Formen und unbeabsichtigte Nebenfolgen.
Männlich, weiblich, menschlich : Warum das Gendern das Patriarchat verlängert
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Autor*in:
Sprache:
Deutsch
