Seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich die prähistorische Archäologie in vielen europäischen Staaten zu einer Ausgangsbasis nationaler Geschichtsschreibung. Allein sie konnte mit dem Rückgriff auf Bodenfunde ethnisch definierte Bevölkerungsgruppen weit in die Vergangenheit zurückverfolgen. Damit beteiligten sich Archäologen an der Legitimierung von Gebietsansprüchen in politischen Diskussionen. Bewirkten Interdependenzen zwischen Politik und Wissenschaft eine Politisierung der prähistorischen Archäologie? Welchen Einfluss hatten Archäologen auf die Politik, konnten Wissenschaftler die Festlegung nationaler Interessen beeinflussen? Diesen und anderen Fragen geht der vorliegende Band nach. Er berücksichtigt nicht nur die Zäsuren von 1933 und 1945, sondern nimmt erstmals auch die Übergänge zwischen den politischen Systemen in den Blick.
Starten Sie noch heute mit diesem Buch für 0 €
- Hole dir während der Testphase vollen Zugriff auf alle Bücher in der App
- Keine Verpflichtungen, jederzeit kündbar
Reihe:
Band 56 in Berichte und StudienSprache:
Deutsch
Format:

Fälschung und Instrumentalisierung antifaschistischer Biographien : Das Beispiel Halle / Saale 1945–2005. E-BOOK

Der Spionage verdächtig : Asylanten und ausländische Studenten in Sachsen-Anhalt 1945–1970. E-BOOK

Verhandelte Demokratisierung : Die Runden Tische der Bezirke 1989/90 in der DDR

Ostdeutsche Dritte-Welt-Gruppen vor und nach 1989/90

Solidarnosc – eine persönliche Geschichte

Nationalistische Politik und Ressentiments : Deutsche und Polen von 1871 bis zur Gegenwart

Mit Herz und Verstand : Protestantische Frauen im Widerstand gegen die NS-Rassenpolitik

Was wird, wenn die Zeitbombe hochgeht? : Eine sozialgeschichtliche Analyse der fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Hoyerswerda im September 1991

Die Prager Botschaftsflüchtlinge 1989 : Geschichte und Dokumente

NS-Militärjustiz im Zweiten Weltkrieg : Disziplinierungs- und Repressionsinstrument in europäischer Dimension

Disput über den Totalitarismus : Texte und Briefe
