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Bankenaufsicht im Dialog 2018

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2017 war ein Meilenstein in der Geschichte der internationalen Bankenregulierung: Obwohl von Einzelnen schon fĂŒr unmöglich gehalten, haben sich die MitgliedslĂ€nder des Baseler Ausschusses Ende 2017 auf einen Kompromiss fĂŒr das Reformpaket Basel lll geeinigt. Insbesondere die Verhandlungen um die ĂŒberarbeitete Berechnung der risikogewichteten Aktiva, die bei der Ermittlung der Eigenmittelanforderungen einfließen, waren zwar zĂ€h, aber schlussendlich erfolgreich. Nach Umsetzung wird das Basel-III-Abkommen seinen Beitrag zu einem stabilen und sicheren Finanzsystem leisten – und dies durch seine internationale GĂŒltigkeit flĂ€chendeckend.

Mit der Einigung in Basel kehrt keinesfalls Stillstand in Bankenaufsicht und -regulierung ein. Sowohl Aufsicht als auch Institute stehen vor neuen und zahlreichen Herausforderungen. Neben dem Handlungsdruck, den das Niedrigzinsumfeld, die Digitalisierung oder auch der Brexit mit sich bringen, gibt es eine weitere zentrale Herausforderung, die Leitthema unseres diesjĂ€hrigen Symposiums war: der Klimawandel und seine Auswirkungen auf das Finanzsystem. Unter dem Begriff "Green Finance" wird inzwischen darĂŒber diskutiert, wie der Finanzsektor auf den Klimawandel reagiert und seinen Teil dazu beitragen kann, die Auswirkungen von KlimaverĂ€nderungen abzuschwĂ€chen und eine ökologisch nachhaltige Entwicklung zu fördern. Aus Sicht der Bankenaufsicht geht es aber auch um die Risiken, die der Klimawandel und der Wandel der Wirtschaft fĂŒr den Finanzsektor bergen können – sowie um die Frage, inwiefern sich Finanzinstitute anpassen mĂŒssen, um sich vor diesen Risiken zu schĂŒtzen. Und nicht zuletzt geht es darum, welche Rolle Aufsicht und Regulierung beim Übergang in ein grĂŒnes Finanzsystem spielen können und wollen.