À propos de ce livre

Diese Sammlung erschließt feministische Klassiker als vielstimmiges Archiv politischen Denkens und literarischer Gestaltung. Philosophische Traktate, programmatische Essays, publizistische Interventionen, Romane und Dramen treten in einen produktiven Zusammenhang: von Mary Wollstonecrafts Verteidigung der Frauenrechte und John Stuart Mills liberalem Gleichheitsargument über Charlotte Perkins Gilmans "Das gelbe Tapetenzimmer" bis zu Virginia Woolfs Reflexionen über geistige und materielle Unabhängigkeit. Auch Ibsens "Nora" und Kate Chopins Prosa machen die Konflikte von Ehe, Arbeit, Körper und Selbstbestimmung anschaulich. Die Autorinnen und Autoren stammen aus unterschiedlichen nationalen, sozialen und intellektuellen Milieus des 18. bis 20. Jahrhunderts. Suffragismus, Sozialismus, Frühliberalismus, bürgerliche Frauenbewegung und literarische Moderne prägen ihre Beiträge. Aktivistinnen wie Clara Zetkin, Rosa Luxemburg, Louise Otto und Elizabeth Cady Stanton verbinden Forderungen nach politischer Teilhabe mit Analysen ökonomischer Abhängigkeit; Schriftstellerinnen wie Brontë, Sand, Alcott und Franklin erkunden deren persönliche und gesellschaftliche Folgen in erzählerischer Form. Für junge Aktivistinnen bietet der Band eine konzentrierte Gelegenheit, zentrale feministische Fragen in ihrer historischen Tiefe und ästhetischen Vielfalt zu verfolgen. Er verbindet Bildung mit intellektueller Anregung und macht sichtbar, wie unterschiedliche Stimmen ein fortdauerndes Gespräch über Freiheit, Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Wandel eröffnen.

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