Diese Sammlung versammelt historische Romane und Erzählwelten, in denen die amerikanischen Indianer zum Schauplatz von Grenzerfahrung, Kolonialgeschichte und kulturellem Konflikt werden. Abenteuererzählung, Reisebericht, romantische Historie und gesellschaftskritische Prosa treten miteinander in Dialog. Von den Wald- und Prärieszenarien James Fenimore Coopers über Jack Londons existenzielle Grenzräume bis zu Karl Mays populären Visionen des Wilden Westens entfaltet der Band ein breites, zugleich kritisch zu lesendes Spektrum literarischer Indianerbilder. Die Autoren stammen aus unterschiedlichen nationalen und literarischen Traditionen: amerikanische Stimmen wie Cooper, Ann S. Stephens und London begegnen deutschsprachigen Erzählern wie May, Gustav Harders, Franz Treller und Friedrich Strubberg sowie dem transatlantisch geprägten Charles Sealsfield. Gemeinsam stehen sie in der Tradition des historischen Romans, der Frontier-Literatur und der kolonialzeitlichen Imagination Amerikas. Ihre Texte dokumentieren nicht nur Faszination für indigene Kulturen, sondern auch die Perspektivgebundenheit europäischer und amerikanischer Deutungsmuster. Der Band empfiehlt sich als vielschichtige Lektüre für alle, die literarische Konstruktionen des amerikanischen Westens und seiner indigenen Bewohner erforschen möchten. Er eröffnet in einem einzigen Buch unterschiedliche Stile, Ideale und Konfliktbilder und regt dazu an, die Werke sowohl als spannende Romane wie als historische Zeugnisse ihres jeweiligen kulturellen Blicks zu lesen.

Das Vermächtnis der amerikanischen Indianer : Abenteuerklassiker über Grenzland, indigene Völker und die Pionierzeit
Écrit par Karl May et Jack London et autres











