Der kleinere und der größere Hippias

Beide der hier in diesem Hörbuch enthaltenen Dialoge sind ein Kabinettstück platonischer Ironie und literarischer Kunst, denn so wie der "Kleinere Hippias" liefert mehr noch der "Größere Hippias" ein neckisches, ja mitunter gar übermütiges Spiel, das auf nichts weniger berechnet ist als auf die Demütigung des vielleicht eitelsten aller in Platons Werk so zahlreich und prominent auftretenden Sophisten, eben jenes Mannes, der unseren zwei Dialogen hier unfreiwillig seinen Namen leiht: Hippias von Elis.

Ausgehend von einem von Hippias gehaltenen Vortrag über Homer und dessen Werk liefert Sokrates im "Kleineren Hippias" dem Sophisten in schneidiger Weise den unter Vergleichung der beiden Helden Achill und Odysseus provokativen Beweis, dass nicht die ehrliche Wahrheit, sondern die verschmitzte Lüge das Kennzeichen des "besseren" Mannes sei und dass nicht der unfreiwillig Fehlende, sondern der bösartig Handelnde den Vorzug verdiene.

Im nachfolgenden "Größeren Hippias" schließlich wendet sich Platon einmal mehr einem der zentralen Begriffe seines Denkens zu: Dem Begriff des Schönen. Die Frage, die Sokrates dem Hippias vorlegt, lautet: Was ist das Wesen des Schönen? In einem köstlichen Vexier- und Maskenspiel, das in der philosophischen Literatur seinesgleichen sucht, legt Platon die Unwissenheit des von sich selbst so überzeugten Sophisten bloß und erfüllt damit auf einzigartig spielerische Weise seine beiden Zwecke: Einmal den eitlen Sophisten in seiner Unwissenheit vollumfänglich zu demaskieren, und zum anderen das Wesen des Schönen näher zu begreifen im Sinne des sittlich Guten.

Beide Dialoge liegen hier in vollständiger Lesung in der lesend wie hörend sehr zugänglichen Übersetzung von Otto Apelt vor. In der Hörbuchreihe "Platon – Sämtliche Dialoge" veröffentlicht der Sprecher Volker Braumann mit dem "Hippias" nunmehr den 22ten Teil der vielteiligen Reihe.

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Beide der hier in diesem Hörbuch enthaltenen Dialoge sind ein Kabinettstück platonischer Ironie und literarischer Kunst, denn so wie der "Kleinere Hippias" liefert mehr noch der "Größere Hippias" ein neckisches, ja mitunter gar übermütiges Spiel, das auf nichts weniger berechnet ist als auf die Demütigung des vielleicht eitelsten aller in Platons Werk so zahlreich und prominent auftretenden Sophisten, eben jenes Mannes, der unseren zwei Dialogen hier unfreiwillig seinen Namen leiht: Hippias von Elis.

Ausgehend von einem von Hippias gehaltenen Vortrag über Homer und dessen Werk liefert Sokrates im "Kleineren Hippias" dem Sophisten in schneidiger Weise den unter Vergleichung der beiden Helden Achill und Odysseus provokativen Beweis, dass nicht die ehrliche Wahrheit, sondern die verschmitzte Lüge das Kennzeichen des "besseren" Mannes sei und dass nicht der unfreiwillig Fehlende, sondern der bösartig Handelnde den Vorzug verdiene.

Im nachfolgenden "Größeren Hippias" schließlich wendet sich Platon einmal mehr einem der zentralen Begriffe seines Denkens zu: Dem Begriff des Schönen. Die Frage, die Sokrates dem Hippias vorlegt, lautet: Was ist das Wesen des Schönen? In einem köstlichen Vexier- und Maskenspiel, das in der philosophischen Literatur seinesgleichen sucht, legt Platon die Unwissenheit des von sich selbst so überzeugten Sophisten bloß und erfüllt damit auf einzigartig spielerische Weise seine beiden Zwecke: Einmal den eitlen Sophisten in seiner Unwissenheit vollumfänglich zu demaskieren, und zum anderen das Wesen des Schönen näher zu begreifen im Sinne des sittlich Guten.

Beide Dialoge liegen hier in vollständiger Lesung in der lesend wie hörend sehr zugänglichen Übersetzung von Otto Apelt vor. In der Hörbuchreihe "Platon – Sämtliche Dialoge" veröffentlicht der Sprecher Volker Braumann mit dem "Hippias" nunmehr den 22ten Teil der vielteiligen Reihe.

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