Die Geschäfte der Galerie Gerstenberger in Chemnitz waren charakteristisch für den Handel mit Kunst auf dem auch abseits der Metropolen regen und umfangreichen Kunstmarkt des 20. Jahrhunderts. Anhand der Galeriegeschichte sowie der Aktivitäten des prägenden Galerieleiters, Wilhelm Grosshennig, beleuchtet Ulrike Saß in der vorliegenden Studie die individuellen Handlungsmöglichkeiten im Kunstbetrieb von der späten Kaiserzeit bis zur frühen BRD. Dabei wird deutlich, wie stark der Kunsthandel von ortsspezifischen Gegebenheiten und einzelnen Persönlichkeiten beeinflusst war. Diese Einflussnahme kulminierte während der Zeit des Nationalsozialismus, als Grosshennig hohe berufliche Reputation erlangte. Hinsichtlich seiner aktiven Beteiligung an der nationalsozialistischen (Kultur)Politik und seines nahtlosen Erfolgs als Kunsthändler in der Nachkriegszeit offenbart die Untersuchung Kontinuitäten auf dem Kunstmarkt sowie persönliche Verdrängungs- und Entlastungsstrategien seiner Akteure.
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Auteur(e) :
Série :
Tome 7 dans Brüche und Kontinuitäten: Forschungen zu Kunst und Kunstgeschichte im NationalsozialismusLangue :
allemand
Format :

Die Abteilung »Kunstschutz« in Italien : Kunstgeschichte, Politik und Propaganda 1936–1963

Kunstschutz im besetzten Deutschland : Restitution und Kulturpolitik in der französischen und amerikanischen Besatzungszone (1944–1953)

Transfer of Cultural Objects in the Alpe Adria Region in the 20th Century

»Ziehet die Bahn durch deutsches Land« : Gemälde zur Reichsautobahn von Carl Theodor Protzen (1887-1956)

Raum – Zeit – Ordnung : Kunstausstellungen im Nationalsozialismus

Von wirtschaftlichem Aufstieg, Verfolgung und Exil : Die Galerie und Sammlung Thannhauser 1909–2005

Die Kunst des Geschäftemachens : Alois Miedl (1903–1970) – Eine Biografie zwischen Kommerz und Kunst

Die Peripherie als Zentrum : Der Kunstbetrieb in Rosenheim und dem Chiemgau 1904–1968
