In diesem Buch geht es um Mutter-Tochter-Beziehungen während der Shoah und die horrenden Verlusterfahrungen, die diese Frauen überlebt haben. Es zeigt sich die Gestalt, in der sie das Verlorene in ihrem Gedächtnis präsent halten und in ihren erzählenden Erinnerungen auftauchen lassen. So gerät neben der realen Beziehung und ihrer Zerstörung durch Mord an Kindern und Müttern das komplexe Geflecht emotionaler Bindungen in den Blick, die an der Gestalt der Mutter als innerem Objekt anknüpfen. Die Wichtigkeit dieser seelischen Dynamiken und psychischen Strukturen für den Überlebenskampf zeigt sich besonders im Umgang mit traumatischen Erfahrungen. Unter dem Eindruck brutaler Verfolgung können diese verinnerlichten seelischen Strukturen allerdings auch ihren Rückhalt in der äußeren Realität verlieren, so dass die systematische Vernichtung von Bezogenheit zum wesentlichen Aspekt der Shoah wird.
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Auteur(e) :
Série :
Schriften des Sigmund-Freud-InstitutsLangue :
allemand
Format :

Chronische Depression : Verstehen – Behandeln – Erforschen

Riskante Kindheit : Psychoanalyse und Bildungsprozesse

Jenseits des Individuums – Emotion und Organisation

Widerstand und Fürsorge : Beiträge zum Thema Psychoanalyse und Gesellschaft

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Religion und Fanatismus : Psychoanalytische und theologische Zugänge

»Gute Psychotherapie« : Verhaltenstherapie und Psychoanalyse im soziokulturellen Kontext

Psychoanalyse: interdisziplinär – international – intergenerationell : Zum 50-jährigen Bestehen des Sigmund-Freud-Instituts

Embodiment – ein innovatives Konzept für Entwicklungsforschung und Psychoanalyse

Das Unbewusste – Eine Brücke zwischen Psychoanalyse und Neurowissenschaften

Bindung und Risiko : Wie weit reicht die protektive Kraft sicherer Bindung?

Flucht, Migration und Trauma: Die Folgen für die nächste Generation
