Ich suche nur ein bisschen Liebe : Im Sonnenwinkel 28 – Familienroman

Im Sonnenwinkel ist eine Familienroman-Serie, bestehend aus 75 in sich abgeschlossenen Romanen. Schauplätze sind der am Sternsee gelegene Sonnenwinkel und die Felsenburg, eine beachtliche Ruine von geschichtlicher Bedeutung.

Wundervolle, Familienromane die die Herzen aller höherschlagen lassen.

Sandra Münster machte ein bekümmertes, ihr Mann ein ärgerliches Gesicht, nachdem sie eine halbe Stunde darüber debattiert hatten, dass er für einige Tage nach Stuttgart fahren müsse. »Sieh es doch ein, Felix«, sagte Sandra bittend, »diesmal kann ich wirklich nicht mitkommen. Bei diesem Matschwetter müssen die Kinder den ganzen Tag im Haus sein, und da wollen sie dauernd beschäftigt werden. Für Mutti wird das einfach zu viel, und Teta können wir es einfach nicht zumuten, die drei Rangen überfordern sie ohnehin.« Die drei Rangen, das waren der sechsjährige Manuel und die einjährigen Zwillinge Alexandra und Felix, die sich untereinander Flipp und Flapp riefen. Die Kleine hatte damit angefangen, weil sie den Namen Felix nicht aussprechen konnte, mit dem Reden aber etwas schneller und fixer war als ihr Zwillingsbrüderchen, und er hatte dann einfach Flapp zu ihr gesagt. Manuel hatte es natürlich begeistert aufgegriffen. Überaus lebhaft waren die beiden, und Sandra war eine ängstliche Mutter. Zu ängstlich, wie Felix Münster manchmal meinte, und außerdem wollte er seine Frau auch mal für sich allein haben. Gewiss liebte er die Kinder genauso wie Sandra, aber ein bisschen eifersüchtig war er doch, und vor allem fuhr er nicht gern allein, wenn er sich um die Belange seiner Fabriken kümmern musste, was meist sehr anstrengend war. Er brauchte das abendliche Gespräch mit seiner Frau zum Ausgleich. Sie fehlte ihm an allen Ecken und Enden, wenn er von ihr getrennt war. Diesmal kam er unter vier Tage nicht davon, weil wichtige Veränderungen durchgeführt werden mussten. Sandra war wirklich tief bekümmert, weil er nun gekränkt war. Sie küsste ihn zärtlich, doch seine Miene hellte sich nicht auf. »Du verstehst dich doch gut mit Gürtner«, sagte sie. »Ihr könntet doch abends zusammen eine Partie Schach spielen.« »Ach, er hat auch seine Sorgen, seit seine Frau gestorben ist«

À propos de ce livre

Im Sonnenwinkel ist eine Familienroman-Serie, bestehend aus 75 in sich abgeschlossenen Romanen. Schauplätze sind der am Sternsee gelegene Sonnenwinkel und die Felsenburg, eine beachtliche Ruine von geschichtlicher Bedeutung.

Wundervolle, Familienromane die die Herzen aller höherschlagen lassen.

Sandra Münster machte ein bekümmertes, ihr Mann ein ärgerliches Gesicht, nachdem sie eine halbe Stunde darüber debattiert hatten, dass er für einige Tage nach Stuttgart fahren müsse. »Sieh es doch ein, Felix«, sagte Sandra bittend, »diesmal kann ich wirklich nicht mitkommen. Bei diesem Matschwetter müssen die Kinder den ganzen Tag im Haus sein, und da wollen sie dauernd beschäftigt werden. Für Mutti wird das einfach zu viel, und Teta können wir es einfach nicht zumuten, die drei Rangen überfordern sie ohnehin.« Die drei Rangen, das waren der sechsjährige Manuel und die einjährigen Zwillinge Alexandra und Felix, die sich untereinander Flipp und Flapp riefen. Die Kleine hatte damit angefangen, weil sie den Namen Felix nicht aussprechen konnte, mit dem Reden aber etwas schneller und fixer war als ihr Zwillingsbrüderchen, und er hatte dann einfach Flapp zu ihr gesagt. Manuel hatte es natürlich begeistert aufgegriffen. Überaus lebhaft waren die beiden, und Sandra war eine ängstliche Mutter. Zu ängstlich, wie Felix Münster manchmal meinte, und außerdem wollte er seine Frau auch mal für sich allein haben. Gewiss liebte er die Kinder genauso wie Sandra, aber ein bisschen eifersüchtig war er doch, und vor allem fuhr er nicht gern allein, wenn er sich um die Belange seiner Fabriken kümmern musste, was meist sehr anstrengend war. Er brauchte das abendliche Gespräch mit seiner Frau zum Ausgleich. Sie fehlte ihm an allen Ecken und Enden, wenn er von ihr getrennt war. Diesmal kam er unter vier Tage nicht davon, weil wichtige Veränderungen durchgeführt werden mussten. Sandra war wirklich tief bekümmert, weil er nun gekränkt war. Sie küsste ihn zärtlich, doch seine Miene hellte sich nicht auf. »Du verstehst dich doch gut mit Gürtner«, sagte sie. »Ihr könntet doch abends zusammen eine Partie Schach spielen.« »Ach, er hat auch seine Sorgen, seit seine Frau gestorben ist«