À propos de ce livre

Diese Studie kombiniert zwei grundlegende Fragestellungen miteinander. Anhand repräsentativer Autoren richtet sie den Blick auf die japanische Gegenwartsliteratur und fragt nach einem sinnvollen Zugriff, um den Erzählkonventionen und Traditionsbezügen dieser Texte ebenso gerecht zu werden wie ihrer Innovationskraft und Experimentierfreude. Zugleich leistet sie einen Theorietransfer und erprobt die Anwendbarkeit der in der deutschsprachigen Literatur- und Medienwissenschaft entwickelten Intermedialitätstheorie. Die Textanalysen zu Shimada Masahiko, Yoshida Shuichi und Murakami Haruki verwenden Intermedialität als Analysekategorie für die konkrete künstlerische Praxis und konzentrieren sich auf intermediale Bezüge, also auf Momente, in denen diese Texte andere Medien wie Film, Video, Musik, Malerei, Theater etc. thematisieren, reflektieren oder zum Teil auch imitieren. In ihrer Summe liefert diese Studie neue, differenzierte Einblicke in bislang kaum oder nur unzureichend erforschte Texte. Sie zeigt einerseits, inwieweit intermediale Theorien und Konzepte, die bisher vor allem im Kontext westlicher kultureller Praktiken diskutiert wurden, sich kulturübergreifend beobachten lassen. Andererseits deckt sie Differenzen in der künstlerischen Praxis auf, die auf Spezifika des Japanischen zurückzuführen sind.

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