Lisa misstraut den Ärzten : Die neue Praxis Dr. Norden 86 – Arztserie

Die neue Praxis Dr. Norden - So war es nicht geplant, doch Dr. Danny Norden betrachtet es als Chance. Äußere Umstände zwingen ihn zu einem Neustart. Und diesen nimmt Danny tatkräftig in Angriff, auch, wenn er mit Abschied, Trennung, Wehmut verbunden ist. Dr. Danny Norden praktiziert jetzt in seiner neuen, modernen, bestens ausgestatteten Praxis. Mit Kompetenz, Feingefühl und Empathie geht er auf seine Patienten zu und schafft ein Klima, das die Genesung fördert: eben Dr. Danny Norden, wie er leibt und lebt, und er wird immer besser!

Lisa starrte auf den Wecker, der neben ihrem Bett auf der kleinen weißen Kommode stand. Die grün leuchtenden Ziffern zeigten 3:47, wieder hatte sie kaum zwei Stunden geschlafen. Das ging nun schon seit einigen Wochen so. Und wieder spürte sie, wie ihr Herz schneller schlug, beängstigend schnell, so als wäre sie gerade ein Rennen gelaufen und hätte nicht ruhig in ihrem Bett gelegen. Sie richtete sich auf und versuchte bewusst zu atmen. Nach einer Weile wurde sie ruhiger, aber nicht ruhig genug, um wieder einschlafen zu können. Dann begann sich auch noch das Gedankenkarussell zu drehen. Sie hatte ihrer Klasse versprochen, die Deutscharbeiten, die sie vor zwei Tagen schrieben, noch diese Woche zurückzugeben, aber sie hatte mit dem Korrekturlesen noch gar nicht angefangen. Den Fensterputz für ihre Wohnung konnte sie auch nicht mehr länger hinausschieben. Sie musste die Schuhe zurückschicken, die sie bei einem Versandhandel bestellt hatte, die ihr aber nicht passten. Sie wollte mit dem Vermieter sprechen, weil etwas mit der Nebenkostenabrechnung nicht stimmte, Geburtstagsgeschenke für einige Freunde besorgen, all diese kleinen Dinge, die zu erledigen, ihr im Moment unendlich schwerfielen. Alles war nur noch eine Qual, so erschöpft, wie sie sich gerade fühlte, weil sie einfach keinen erholsamen Schlaf finden konnte. Wie schon in den Nächten zuvor, drehte sie sich auf die eine Seite, dann auf die andere, ballte das Kissen zusammen, zog die Decke bis unter ihr Kinn, stieß sie gleich darauf wieder von sich, nichts half, die Unruhe blieb. Durch einen Spalt in den Vorhängen fiel das Mondlicht in das Zimmer, strich über die Fensterbank, hinüber zu dem Kleiderschrank mit den beiden Spiegeltüren, über das Fußende des Bettes. Früher hatte Lisa die Nacht geliebt, die Stille und die Ruhe nach einem erfüllten Tag. Inzwischen war die Nacht eine Bedrohung, ein Feind, der nur darauf wartete, sie zu quälen. Wieder schaute sie auf den Wecker. Es war mittlerweile kurz vor halb fünf, und sie war noch immer wach. Irgendwann musste sie dann doch eingeschlafen sein, was ihr erst klar wurde, als der Wecker sie um halb sieben aus einem traumlosen Dämmerzustand riss. Wie sollte sie den Tag nur überstehen?

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Die neue Praxis Dr. Norden - So war es nicht geplant, doch Dr. Danny Norden betrachtet es als Chance. Äußere Umstände zwingen ihn zu einem Neustart. Und diesen nimmt Danny tatkräftig in Angriff, auch, wenn er mit Abschied, Trennung, Wehmut verbunden ist. Dr. Danny Norden praktiziert jetzt in seiner neuen, modernen, bestens ausgestatteten Praxis. Mit Kompetenz, Feingefühl und Empathie geht er auf seine Patienten zu und schafft ein Klima, das die Genesung fördert: eben Dr. Danny Norden, wie er leibt und lebt, und er wird immer besser!

Lisa starrte auf den Wecker, der neben ihrem Bett auf der kleinen weißen Kommode stand. Die grün leuchtenden Ziffern zeigten 3:47, wieder hatte sie kaum zwei Stunden geschlafen. Das ging nun schon seit einigen Wochen so. Und wieder spürte sie, wie ihr Herz schneller schlug, beängstigend schnell, so als wäre sie gerade ein Rennen gelaufen und hätte nicht ruhig in ihrem Bett gelegen. Sie richtete sich auf und versuchte bewusst zu atmen. Nach einer Weile wurde sie ruhiger, aber nicht ruhig genug, um wieder einschlafen zu können. Dann begann sich auch noch das Gedankenkarussell zu drehen. Sie hatte ihrer Klasse versprochen, die Deutscharbeiten, die sie vor zwei Tagen schrieben, noch diese Woche zurückzugeben, aber sie hatte mit dem Korrekturlesen noch gar nicht angefangen. Den Fensterputz für ihre Wohnung konnte sie auch nicht mehr länger hinausschieben. Sie musste die Schuhe zurückschicken, die sie bei einem Versandhandel bestellt hatte, die ihr aber nicht passten. Sie wollte mit dem Vermieter sprechen, weil etwas mit der Nebenkostenabrechnung nicht stimmte, Geburtstagsgeschenke für einige Freunde besorgen, all diese kleinen Dinge, die zu erledigen, ihr im Moment unendlich schwerfielen. Alles war nur noch eine Qual, so erschöpft, wie sie sich gerade fühlte, weil sie einfach keinen erholsamen Schlaf finden konnte. Wie schon in den Nächten zuvor, drehte sie sich auf die eine Seite, dann auf die andere, ballte das Kissen zusammen, zog die Decke bis unter ihr Kinn, stieß sie gleich darauf wieder von sich, nichts half, die Unruhe blieb. Durch einen Spalt in den Vorhängen fiel das Mondlicht in das Zimmer, strich über die Fensterbank, hinüber zu dem Kleiderschrank mit den beiden Spiegeltüren, über das Fußende des Bettes. Früher hatte Lisa die Nacht geliebt, die Stille und die Ruhe nach einem erfüllten Tag. Inzwischen war die Nacht eine Bedrohung, ein Feind, der nur darauf wartete, sie zu quälen. Wieder schaute sie auf den Wecker. Es war mittlerweile kurz vor halb fünf, und sie war noch immer wach. Irgendwann musste sie dann doch eingeschlafen sein, was ihr erst klar wurde, als der Wecker sie um halb sieben aus einem traumlosen Dämmerzustand riss. Wie sollte sie den Tag nur überstehen?