Gehen, das heißt auch: flanieren, spazieren, sich treiben lassen, Umwege nehmen. Im Gehen zeigt sich die Kartographie unseres raumbezogenen Möglichkeitssinns. Als eine von den Umständen bedingte Praxis wird es im Gehen aber auch immer dort reizvoll, ja, gefährlich, wo den Gehenden Grenzen gesetzt werden: Wo Werbung, Straßenschilder, Mauern und Zäune unsere Gehgeschwindigkeiten bestimmen. Wo inmitten der Architektur unsere Emotionen geformt werden. Und wo zwischen den Rastern der Norm – von der Bordsteinkante bis zur Skyline – die Stadt aufscheint.
metamorphosen 26 – Horror : Magazin für Literatur und Kultur
Sandra Gugić, Hendrik Otremba, Thilo Dierkes, Sarah Berger, Marius Goldhorn, Leonhard Hieronymi, Kastania Waldmüller, Jana Krüger, Jan Koopmann, Oliver Heidkamp, Sannah Jahncke, Philipp Böhm, Vincent Sauer, Benjamin Moldenhauer, Georg Leß, Sonja vom Brocke, Hannah Beckmann, Olav Amende, Arthur Machen, Marc Degens, Cecilia Röski, Lucan Friedmann, Carla Kaspari, Christian Wöllecke

