Vom Kolonialismus zum »Schwarzen Frankreich« : Eine Geschichte Frankreichs und seiner ehemaligen Kolonie Französisch-Westafrika

Das »Schwarze Frankreich« ist heute ein selbstbewusster Teil der französischen Gesellschaft, der über die Zukunft des Landes mitentscheidet.

Die Zeit des französischen Kolonialismus prägt Frankreich und Westafrika bis heute: In Westafrika hat sie wirtschaftlich abhängige Klein- und Kleinststaaten mit autoritären Führern hervorgebracht. In diesen postkolonialen Verhältnissen scheint eine umfassende Freiheit – verstanden als individuelle Selbstbestimmung und Überwindung von Knappheit – auch viele Jahre später unmöglich. Vielen Westafrikaner:innen bleibt als Weg zur Freiheit nur die Migration. In Frankreich ist seither eine große Schwarze Minderheit entstanden. Bei den Wahlen im Jahr 2024 scheiterte der rechtsextreme Rassemblement National (RN) überraschend eindeutig – dazu beigetragen haben auch migrantische Bevölkerungsgruppen, die mehrheitlich Parteien der Mitte und der Linken gewählt haben. Rechtspopulisten, Rechtsextreme und Faschisten wollen indes die Zeit zurückdrehen und ein weißes Europa schaffen, in dem Schwarze Menschen nur geduldet sind. Im Kontext der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Systemkrise und der Weigerung der alten politischen Klasse, neue Wege zu gehen, kommen sie einer möglichen Machtübernahme immer näher. Das »Schwarze Frankreich« wird in Bündnissen der liberalen Mitte und der Linken darüber mitentscheiden, ob die Lust auf Freiheit über die Furcht vor ihr siegt.

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Das »Schwarze Frankreich« ist heute ein selbstbewusster Teil der französischen Gesellschaft, der über die Zukunft des Landes mitentscheidet.

Die Zeit des französischen Kolonialismus prägt Frankreich und Westafrika bis heute: In Westafrika hat sie wirtschaftlich abhängige Klein- und Kleinststaaten mit autoritären Führern hervorgebracht. In diesen postkolonialen Verhältnissen scheint eine umfassende Freiheit – verstanden als individuelle Selbstbestimmung und Überwindung von Knappheit – auch viele Jahre später unmöglich. Vielen Westafrikaner:innen bleibt als Weg zur Freiheit nur die Migration. In Frankreich ist seither eine große Schwarze Minderheit entstanden. Bei den Wahlen im Jahr 2024 scheiterte der rechtsextreme Rassemblement National (RN) überraschend eindeutig – dazu beigetragen haben auch migrantische Bevölkerungsgruppen, die mehrheitlich Parteien der Mitte und der Linken gewählt haben. Rechtspopulisten, Rechtsextreme und Faschisten wollen indes die Zeit zurückdrehen und ein weißes Europa schaffen, in dem Schwarze Menschen nur geduldet sind. Im Kontext der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Systemkrise und der Weigerung der alten politischen Klasse, neue Wege zu gehen, kommen sie einer möglichen Machtübernahme immer näher. Das »Schwarze Frankreich« wird in Bündnissen der liberalen Mitte und der Linken darüber mitentscheiden, ob die Lust auf Freiheit über die Furcht vor ihr siegt.

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