Die aktuellen UmbrĂŒche im Gesundheitswesen haben tiefgreifende Folgen fĂŒr die Pflegeberufe und die ihnen anvertrauten Menschen. Das AusmaĂ, in dem sich der Kern pflegerischen Handelns, die Beziehung zu den Patienten, gegenwĂ€rtig verĂ€ndert, wird jedoch erst in einer historischen Perspektive tatsĂ€chlich sichtbar. Die AutorInnen dieses Bandes finden unterschiedliche disziplinĂ€re und methodische ZugĂ€nge zu den Transformationen sowohl der Pflegepraxis als auch der Rahmenbedingungen pflegerischen Handelns. Welche Folgen hat die Ăbertragung moderner Konzepte von ZweckrationalitĂ€t und Verwaltungslogik auf das Feld sozialer Beziehungen und persönlicher Zuwendung? Die betrĂ€chtlichen EinbuĂen in der persönlichen VersorgungsqualitĂ€t stimmen hochgradig nachdenklich. Sie fordern dazu auf, die lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llige Diskussion um elementare Bedingungen bedĂŒrfnisorientierter Pflege voranzutreiben. Die Analyse der historischen Praxis fĂŒrsorgender Beziehungen bietet dafĂŒr wertvolle Anregungen.