Die Untreue gem. § 266 StGB ist eine der zentralen Strafvorschriften des Wirtschaftsstrafrechts. Trotz ihrer herausragenden Bedeutung in der Praxis sind nach wie vor Probleme im Umgang des § 266 StGB ungelöst. Das Werk behandelt die Frage, ob der Irrtum über die Pflichtwidrigkeit gem. § 266 StGB einen Tatbestands- oder Verbotsirrtum begründet. Im Mannesmann-Urteil hat der BGH diese Frage offen gelassen und dafür viel Kritik erfahren. Der Autor begrüßt dagegen im Ausgangspunkt die durch den BGH im Urteil angemahnte differenzierte Betrachtung des Pflichtwidrigkeitsvorsatzes und es gelingt ihm, das Judikat des BGH erstmals plausibel zu konturieren. Im Zusammenhang mit den verfassungsrechtlichen Problemen des § 266 StGB greift der Autor insbesondere die Problematik auf, wie mit unbestimmten Vermögensbetreuungspflichten (z.B. Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes gem. § 43 I GmbHG) in der Praxis umzugehen ist. Er schlägt vor, die erforderliche Bestimmtheit der Gebote nicht – wie in der Rechtsprechung und Literatur verbreitet– auf der objektiven Tatbestandsseite zu suchen, sondern über den subjektiven Tatbestand in Form von sicherer Kenntnis herzustellen.
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Forfatter:
Serie:
Schriften zum WirtschaftsstrafrechtSpråk:
tysk
Format:

Zur Theorie des Wirtschaftsstrafrechts : Zugleich eine Untersuchung zu funktionalen Steuerungs- und Verantwortlichkeitsstrukturen bei ökonomischem Handeln

Über den "tatsächlichen Zusammenhang" im Bankrottstrafrecht : Zugleich ein Beitrag zur Dogmatik des sog. bedingten Gefährdungsdelikts

Sanktionsbewehrte Aufsichtspflichten im internationalen Konzern : Der Normadressat des § 130 OWiG im Unternehmensverbund unter Berücksichtigung grenzüberschreitender Sachverhalte

Unternehmenskriminalität ohne Strafrecht?

Bankrott und strafrechtliche Organhaftung : Bankmitarbeiter und die Kreditrückführung in der Krise

Churning : Das Phänomen der kapitalmarkt- und börsenrechtlichen Spesenschinderei und die Sanktionierung im Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht

Die straflose Vorteilsnahme : Zu den Grenzen der Strafwürdigkeit in § 331 StGB - mit vergleichender Darstellung der entsprechenden Normen in Österreich und der Schweiz.

Die Genehmigung der Vorteilsannahme und der Vorteilsgewährung

Die Akzessorietät des Wirtschaftsstrafrechts : Zugleich ein Beitrag zu Begriff und Wesen des Wirtschaftsstrafrechts

Der Verletzte im Sinne des § 172 StPO bei Vermögensdelikten zum Nachteil von Kapitalgesellschaften

Grund und Grenzen eines Marktwirtschaftsstrafrechts


