Lange kalte Winter und kurze kühle Sommer: Im 17. Jahrhundert veränderte sich das Klima in Europa dramatisch. Das Getreide wurde knapp, Wirtschaft und Gesellschaft torkelten in eine tiefe Krise. Die Kleine Eiszeit vermittelt uns eine Vorstellung von den schweren Verwerfungen, die ein Klimawandel auslöst. Die Menschen versuchten sich mit Hilfe von Aufklärung, Wissenschaft und Technik aus der Abhängigkeit von der Natur zu befreien. Aber heute stößt diese moderne Welt an ihre Grenzen, weil sie eine erneute Klimakatastrophe heraufbeschwört. Philipp Blom entfaltet ein großartiges historisches Panorama, in dem wir die Herausforderungen der Gegenwart erkennen.
Prolog: Winterlandschaft
»Gott hat uns verlassen« – Europa 1570–1600
Ein Mönch auf der Flucht
Gottes Wind und Wellen
Harter Frost, brennende Sonne
Die Zeit der Wirren und ein feuerspeiender Berg
Die Pilger und der Hunger
Die Wahrheit im Wein
Der Wein und die Wiener
Die Lichter werden dunkel
Hexen und verdorbene Ernten
Wahrheiten in den Sternen
Doktor Faustus
Der Leseturm
Das eherne Zeitalter
Hortus botanicus
Revolutionäre Orte
Die Stadt frisst ihre Kinder
Die Magie des Blauschimmels
Die große Transformation
Das Bild der Welt
Geschwätz und Fabeln
Zur Warnung und Besserung
Tränen ohne Maß und Zahl
Die Revolution aus dem Lauf der Musketen
Sell more to strangers
Der Staat als Maschine
Ein profitabler Handel
Das Verhängnis des Silbers
Offizier im Ruhestand
Die subversive Republik der Lettern
Germanus incredibilis
Tugend und die Ertränkungszelle
Leviathan
Inventar der Moral
Über Kometen und andere Himmelslichter
Der Wahn des Pöbels
Der Antichrist
Der Messias und die Hure
Jahrmarkt auf dem Eis
Die neue Natur
Tapissier du roi
Die Öffentlichkeit und lasterhafte Bienen
Der schwebende Reverend
Epilog: Nachtrag zur Bienenfabel
Wie Singvögel, Kellerasseln und Korallen
Freiheit und Luxus
Ererbte Kompromisse
Große Träume
Die Konkurrenz auf dem Marktplatz der Träume
Das kollektive Jenseits
Was auf dem Spiel steht












