Essais : Versuche

"Dass ein solcher Mensch geschrieben hat, dadurch ist wahrlich die Lust, auf dieser Erde zu leben, vermehrt worden", schreibt Friedrich Nietzsche über einen Mann, den jedes Lexikon als Philosophen führt, der aber von sich selbst sagte, alles mehr zu sein als eben das: Ein Philosoph. Michel de Montaigne, der diese Selbsteinschätzung vornimmt, tat dies nicht aus Koketterie. Denn ihn kümmert weniger die Erkenntnis der Dinge als vielmehr die Erkenntnis seiner selbst. Ganz im sokratischen Geist ist ihm mehr an Wahrhaftigkeit gelegen als an Wahrheit. Dazu passt denn auch der unstete Stil, in dem er seine Essais verfasst hat. Statt systematisch über ein Thema zu meditieren – wie man es von einem Philosophen erwarten darf –, nimmt Montaigne einen Gegenstand zum Ausgangspunkt einer denkerischen Reise, von der er selbst nicht genau weiß, wohin sie ihn führt. Eben diese spontane Denkbewegung gibt ihm die Möglichkeit, die Reichweite seines eigenen Denkens auszukundschaften – eines Denkens, das bei aller Spontanität und Sprunghaftigkeit letztendlich doch immer unterwegs ist zu einem einzigen Ziel, und zwar zu sich selbst. Sein Gegenstand ist er selbst, in dem sich alle anderen Gegenstände spiegeln. "Ich male mich selbst ab", bringt er es in der Vorrede seiner Essais auf den Punkt, und er tut dies mit so großer Unvoreingenommenheit, Entdeckerfreude und Ehrlichkeit, dass seine Essais bis heute zu den persönlichsten Büchern der Weltliteratur zählen. Erstmals vollständig auf deutsch eingelesen, gibt die in neun Teilen erscheinende Hörbuchreihe nun auch allen, die Hörbücher lieben, die Möglichkeit, einen der faszinierendsten Geister in seiner Gestalt, wie er sie von sich selbst entworfen hat, kennenzulernen. Die "Essais 1" eröffnen die Hörbuch-Reihe mit den ersten 24 Essais, die Montaigne in seinem berühmten Turm schrieb. In diesen ersten "Versuchen" unternimmt er es, im Plauderton über so verschiedenartige Gegenstände nachzudenken wie den Müßiggang, die Furcht oder die Gewohnheit.

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"Dass ein solcher Mensch geschrieben hat, dadurch ist wahrlich die Lust, auf dieser Erde zu leben, vermehrt worden", schreibt Friedrich Nietzsche über einen Mann, den jedes Lexikon als Philosophen führt, der aber von sich selbst sagte, alles mehr zu sein als eben das: Ein Philosoph. Michel de Montaigne, der diese Selbsteinschätzung vornimmt, tat dies nicht aus Koketterie. Denn ihn kümmert weniger die Erkenntnis der Dinge als vielmehr die Erkenntnis seiner selbst. Ganz im sokratischen Geist ist ihm mehr an Wahrhaftigkeit gelegen als an Wahrheit. Dazu passt denn auch der unstete Stil, in dem er seine Essais verfasst hat. Statt systematisch über ein Thema zu meditieren – wie man es von einem Philosophen erwarten darf –, nimmt Montaigne einen Gegenstand zum Ausgangspunkt einer denkerischen Reise, von der er selbst nicht genau weiß, wohin sie ihn führt. Eben diese spontane Denkbewegung gibt ihm die Möglichkeit, die Reichweite seines eigenen Denkens auszukundschaften – eines Denkens, das bei aller Spontanität und Sprunghaftigkeit letztendlich doch immer unterwegs ist zu einem einzigen Ziel, und zwar zu sich selbst. Sein Gegenstand ist er selbst, in dem sich alle anderen Gegenstände spiegeln. "Ich male mich selbst ab", bringt er es in der Vorrede seiner Essais auf den Punkt, und er tut dies mit so großer Unvoreingenommenheit, Entdeckerfreude und Ehrlichkeit, dass seine Essais bis heute zu den persönlichsten Büchern der Weltliteratur zählen. Erstmals vollständig auf deutsch eingelesen, gibt die in neun Teilen erscheinende Hörbuchreihe nun auch allen, die Hörbücher lieben, die Möglichkeit, einen der faszinierendsten Geister in seiner Gestalt, wie er sie von sich selbst entworfen hat, kennenzulernen. Die "Essais 1" eröffnen die Hörbuch-Reihe mit den ersten 24 Essais, die Montaigne in seinem berühmten Turm schrieb. In diesen ersten "Versuchen" unternimmt er es, im Plauderton über so verschiedenartige Gegenstände nachzudenken wie den Müßiggang, die Furcht oder die Gewohnheit.

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