Als der Atmosphärenchemiker Paul Crutzen und der Limnologe Eugene F. Stoermer im Jahr 2000 den Begriff des Anthropozäns einführten, traten sie eine wissenschaftliche Debatte los, die rasch an Dynamik gewann und mittlerweile in großer disziplinärer Breite verhandelt wird. Dabei verwischen etablierte Grenzziehungen zwischen tradierten disziplinären Kulturen der Wissensproduktion, was die beteiligten AkteurInnen dazu zwingt, aus ihren Arenen herauszutreten und mit den jeweils anderen Akteursgruppen einen Aushandlungsprozess über die Evidenzsicherung zu führen. Die jeweiligen Evidenzpraktiken geraten unter Legitimierungsdruck und werden im inter- und transdisziplinären Raum neu verhandelt. Fabienne Will beleuchtet die Anthropozändebatte als trading zone, in der nicht nur zentrale Fragen zur Gegenwart und Zukunft der Menschheit auf der Erde, sondern darauf bezogen auch grundlegende Verständnisse von Evidenzproduktion und -sicherung verhandelt werden.
Kom i gang med denne boken i dag for 0 kr
- Få full tilgang til alle bøkene i appen i prøveperioden
- Ingen forpliktelser, si opp når du vil
Forfatter:
Serie:
Volum 24 i Umwelt und GesellschaftSpråk:
tysk
Format:

Weltmeere : Wissen und Wahrnehmung im langen 19. Jahrhundert

Ökologische Genres : Naturästhetik – Umweltethik – Wissenspoetik

Geteilte Berge : Eine Konfliktgeschichte der Naturnutzung in der Tatra

Green Beat : Gary Snyder und die moderne amerikanische Umweltbewegung

»Deutscher Wald« in Afrika : Koloniale Konflikte um regenerative Ressourcen, Tansania 1892–1916

Reich durch Natur : Eine Umweltgeschichte des Osmanischen Ägyptens

Soft Seats and Blisters : Zur Geschichte von Parkways, Panoramastraßen, Trails und Wanderwegen in der Hochmoderne

Beschädigte Vegetation und sterbender Wald : Zur Entstehung eines Umweltproblems in Deutschland 1893–1970

Hausmüll : Abfall und Gesellschaft in Westdeutschland 1945–1990

Greenpeace : Von der Hippiebewegung zum Ökokonzern

Greenpeace : Von der Hippiebewegung zum Ökokonzern
