Haltung und Affekt bezeichnen zwei unterschiedliche Verhältnisse der Subjekte ihrer Welt gegenüber, die in der europäischen Mentalitäts-, Ideen- und Kunstgeschichte immer wieder diskutiert und zum Teil scharf gegeneinander abgegrenzt worden sind. Anthropologisch positioniert sich apathia gegen pathos, sozialphilosophisch zeigt sich die Opposition von Haltung und Habitus gegen Geist und Expression, in kunsttheoretischer Perspektive konkurrieren sprezzatura und affetto und aus pädagogischer Sichtweise stehen Verhaltenssteuerung und Subjektivierung einander gegenüber. Mit diesen Polarisierungen sind auch verschiedene künstlerische Konzeptionen verbunden wie cool gegen Ausdruck oder Pose gegen Authentizitätssuche. Die Beiträge des Sammelbands widmen sich aus diesen unterschiedlichen Perspektiven dem Gegensatz von Haltung und Affekt als zwei verschiedenen Möglichkeiten des Sichverhaltens zur Welt und zur Kunst.
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Serie:
Studien zur KunstSpråk:
tysk
Format:

Aubrey Beardsleys Rezeption des 18. Jahrhunderts als Ausdruck von Selbstinszenierung und (Selbst)-Parodie

Gefühl, Bild und Form : Édouard Vuillard und die Ästhetik der mémoire

Maraviglia : Rezeptionsgeschichte(n) von der Antike bis in die Moderne. Festschrift für Ingo Herklotz

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Queerness in der Kunst der Frühen Neuzeit?

Nachkriegsgefüge: Europa und die Kunst in den späten 1940er und den 1950er Jahren

Perlfiguren : Barocke Materialität, deviante Körper und die Goldschmiedekunst um 1700

Bilder des Irrglaubens : Allegorien der Häresie und sinnverwandte Sujets im 16. und 17. Jahrhundert

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Kunst. Macht. Image : Anna Maria Luisa de' Medici (1667–1743) im Spiegel ihrer Bildnisse und Herrschaftsräume

POLIT-KUNST !? : Die bildende Kunst in der DDR und ihre Rezeption in der Bundesrepublik Deutschland bis zum Mauerbau
