Dieser Sammelband versammelt zentrale Schriften des Aristoteles: die "Metaphysik", die "Nikomachische Ethik", das "Organon", die "Physik" und die "Dichtkunst". Gemeinsam eröffnen sie ein Panorama seines Denkens, das von den ersten Prinzipien des Seienden über Natur, Erkenntnis und Sprache bis zur Frage nach dem guten Leben und der Wirkung poetischer Darstellung reicht. Charakteristisch sind die begriffliche Präzision, die systematische Argumentation und die Verbindung von Beobachtung, logischer Analyse und philosophischer Spekulation. In ihrer thematischen Breite dokumentieren die Texte den Übergang von der platonischen Tradition zu einer eigenständigen, wissenschaftlich orientierten Philosophie und prägten nachhaltig die antike wie die mittelalterliche Geistesgeschichte. Aristoteles (384–322 v. Chr.), Schüler Platons und Lehrer Alexanders des Großen, entwickelte seine Philosophie im Spannungsfeld zwischen der Akademie, den politischen Ordnungen seiner Zeit und einer intensiven Untersuchung der empirischen Welt. Seine Forschungen in Logik, Biologie, Physik, Ethik, Politik und Poetik zielten darauf, Wissen methodisch zu ordnen und die unterschiedlichen Formen des Seienden verständlich zu machen. Die hier vereinten Werke zeigen daher nicht nur einzelne Lehrstücke, sondern das zusammenhängende intellektuelle Projekt eines universalen Denkers. Dieses Buch empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die die Grundlagen der europäischen Philosophie aus erster Hand kennenlernen möchten. Es eignet sich sowohl als anspruchsvolle Einführung als auch als konzentrierte Arbeitsgrundlage für Studium und Forschung und lädt dazu ein, die bleibende Aktualität aristotelischer Fragen selbst zu prüfen.

















