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Der Augenleser : Erzählung in zwei Teilen

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Wer ständig das Wunderbare, den Schrecken und Wahnsinn an Körper und Geist erleidet und dem Tod in der Gestalt einer wunderschönen Frau gegenübertritt, befindet sich in Ausnahmesituationen, die die Trennung zwischen Realität und Illusion aufheben.

Die Erzählung "Der Augenleser" berichtet über eine Vergewaltigung im Drogenrausch, in der als Sühne der Tod als Ausgleichsleistung eingefordert wird. Dazu treibt die Geschändete ein arglistiges Spiel mit den Tätern.

Wenn der Ich-Erzähler an einer Stelle bemerkt: "Ja, in ihrem Denken ist die Rache meiner Schuld verankert. An ihrem Körper klebt der süße Geruch des Todes. Nein, sie ist der Tod!", und weiter feststellt: "Dem Tod kann niemand entrinnen!", klingt es nach Hoffnungslosigkeit, die er selbst stets infrage stellt: "Hoffnung! Die gibt es immer! Denn wer diese aufgibt, gibt sich selbst auf!"

Ist der Protagonist stark genug, zu widerstehen? Kann er in seiner Traumwelt eigentlich getötet werden?