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Back in the USSR : Das neue Russland - Nautilus Flugschrift

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Der grĂ¶ĂŸte Teil des Wohlstands der neuen Wirtschaftselite, die nach dem Ende des Sowjetsystems in Moskau und anderen StĂ€dten entstand, ging an die FĂŒhrung der alten sowjetischen BĂŒrokratie ĂŒber. Kagarlitzki beschreibt, wie der Umbau der Wirtschaft mit einer unglaublichen Korruption vor sich ging, die Schere zwischen Arm und Reich extrem aufriss und eine breite gesellschaftliche Depression auslöste.

Der dramatische RĂŒckgang der Industrieproduktion, der WĂ€hrungszusammenbruch von 1998, das Erstarken eines neuen Nationalismus und der Krieg in Georgien verhinderten die Herausbildung breiter demokratischer Strukturen. Die AnsĂ€tze einer Opposition von unten und der Arbeiterbewegung werden analysiert, ihre SchwĂ€che erklĂ€rt. Nach dem "Schock" des Übergangs entwickelten sich eine umfassende Apathie und ein tiefes BedĂŒrfnis nach StabilitĂ€t. Auch wenn es seit einigen Jahren eine neue Euphorie gibt, die sich in Prestigeprojekten und der Herausbildung einer Mittelschicht ausdrĂŒckt, wurden die Probleme des Übergangs nicht gelöst.

Die postsowjetische Gesellschaft hat es versÀumt, sich auf eine demokratische Art zu legitimieren. Die traumatischen Erfahrungen mischen sich jetzt mit den aktuellen Problemen der internationalen Wirtschaftskrise. Die neuen sozialen Spannungen wird man nur verstehen können, wenn man die Altlasten des gesellschaftlichen Umbaus nicht aus dem Blick verliert.