Margret Bergmann wird in eine vielköpfige Familie im Emmental geboren. Sie ist handwerklich begabt und will denselben Beruf erlernen wie der Vater, der eine
kleine Herrenschneiderei betreibt. Margret hat sein Talent geerbt, mit feinen Stoffen Schönes zu gestalten. In Paul Pfunds Schneiderei, ein paar Dörfer weiter, wird ihr alles beigebracht, was sie beim Vater
noch nicht gelernt hat. Dazu gehören aber nicht nur Nadel und Faden, sondern Margret ist auch den Übergriffen ihres Lehrmeisters ausgesetzt. Die Folgen werden sie ein
Leben lang begleiten. Eine eigene Familie zu gründen, bleibt ihr verwehrt. Von Schuld-gefühlen und Ängsten gequält, versucht sie in der Westschweiz eine neue Existenz aufzubauen. Schließlich macht Margret sich auf nach Paris, um dort ihren Traum als Modeschöpferin zu verwirklichen. Oder ist dies nur eine weitere Flucht, an deren Ende eine vage Erinnerung zurückbleibt, was war und was hätte sein können?


