Kein anderer Denker der klassischen deutschen Philosophie hat sich so wie Hegel mit dem Orient beschäftigt. Hegels Konzeption des Orients ist aber nicht leicht zu erfassen und darzustellen. Denn die Rekonstruktion wirft eine ganze Reihe schwieriger methodischer und sachlicher Probleme auf. Neben der nicht unproblematischen Textgrundlage, den Nachschriften zu seinen Berliner Vorlesungen, betrifft dies vor allem den systematischen Stellenwert des Orients in der »Geschichte des Geistes«. Berühmt ist Hegels These, dass es im Orient noch keine Freiheit gab und sich der Geist zum Wissen seiner selbst im weltgeschichtlichen Gang von Ost nach West entwickelt hat. Hegel hat diese historische Entwicklung jedoch so gut wie nie eigens thematisiert. Dieses Desiderat erkannt zu haben und Hegels implizite Annahmen in ihrer Komplexität zu diskutieren, ist die Leistung dieser umfassenden wie auch subtilen Studie. Am Schluss ordnet der Autor den Ertrag seiner Analyse in die aktuelle Eurozentrismus-Diskussion ein.
Starten Sie noch heute mit diesem Buch für 0 €
- Hole dir während der Testphase vollen Zugriff auf alle Bücher in der App
- Keine Verpflichtungen, jederzeit kündbar
Autor*in:
Reihe:
Band 77 in Hegel-Studien, BeihefteSprache:
Deutsch
Format:

Ist systematische Philosophie möglich? : Stuttgarter Hegel-Kongreß 1975

Kunsterfahrung und Kulturpolitik im Berlin Hegels

Hegels Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte

Martin Heideggers Gang durch Hegels »Phänomenologie des Geistes«

Verfassung und Revolution

Hegels enzyklopädischer Begriff von Selbstbewusstsein

Hegels »Phänomenologie« als metaphilosophische Theorie

Abstrakte Freiheit : Zum Begriff des Eigentums bei Hegel

Kognition, Praxis und Aktivität : Die logische Isomorphie des Denkens und des Wirklichen in Hegels »Begriffslogik«

Schätze, an den Himmel verschleudert : Religion und Religionskritik bei Max Stirner

Denken in Zwecken : Bedeutung und Status der Teleologie in der theoretischen Philosophie Kants und Hegels

Individualität und Kunst : Zum Problem ihrer normativen Bestimmung in Hegels »Phänomenologie des Geistes«
