Über dieses Buch

«Wir repräsentieren zwar Niemand als uns selbst, unser armes patriotisches Ich», schreibt Redaktor Matthias Lüdin am 9. April 1863 vor den Landratswahlen, aber wenn alles schlafe und sich ausruhe von dem langen, harten Streit, «dann ist es Pflicht des Einzelnen, der wacht, die Andern zu wecken, sofern er eine ernstliche Gefahr im Anzuge sieht.» Das hat die «Basellandschaftliche Zeitung» dann immer wieder getan: Aus patriotischer Pflicht aufzuwecken, wenn Gefahr drohte – im Kampf gegen die populistischen Demokraten um Christoph Rolle, im Kampf gegen die «rote Gefahr», im Kampf gegen Defätismus und die antidemokratische Bedrohung im Zweiten Weltkrieg, im Kampf gegen die Wiedervereinigung der Kantone Baselland und Basel-Stadt, im Kampf gegen die Verharmlosung des Kommunismus. Sie schloss damit an die Grundhaltung ihrer Vorläuferinnen an, die schon seit 1832 Freiheit und Selbständigkeit hochhielten und den Aristokraten und Ultramontanen trotzten.

Der emeritierte Medienwissenschaftler Roger Blum arbeitet in diesem Buch die Geschichte der «Basellandschaftlichen Zeitung» auf – von den Anfängen bis in die jüngere Vergangenheit und legt damit einen wertvollen Beitrag zur Geschichte der regionalen Medienlandschaft und des Baselbiets vor.

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